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Was ist Skat, ein Spielüberblick – gute Kartenspiele

Skat ist eines der meistverbreiteten Spiele in Deutschland – was schon daran zu erkennen ist, dass es einen Zentralverband, eine Bundesliga und sogar ein nationales Skatgericht gibt. Überall werden offizielle Preisskatturniere angeboten. Dabei folgt man den höchst offiziellen Regeln des deutschen Vereinsskats. Doch nicht alles ist bierernst in Deutschland. Zu Hunderttausenden treffen sich Menschen zum Skatspielen – als Zeitvertreib und um Spaß zu haben. Vielfach werden dabei auch Variationen zu den strengen offiziellen Skatregeln zugelassen. Aus Bierernst wird oft auch Bierseligkeit, was jedoch nicht zwingend notwendig ist, um sich am so genannten Kneipenskat zu erfreuen. Wir wollen auf den folgenden Seiten beiden Strömungen Rechnung tragen und neben den offiziellen Regeln eine Reihe von Spielvariationen sowie einige ausgewählte Begriffe aus der blumigen Sprache der Skatspieler vorstellen. Im Zeitalter von PISA-Studien und Taschenrechner steigt auch die didaktische Bedeutung dieses Spiels, zwingt es doch jeden Mitspieler, sich neu mit Teilen des kleinen und großen Einmaleins zu beschäftigen.

Um Skat zu spielen, benötigen Sie Folgendes:
✓ Drei oder vier Spieler: Bei vier Spielern setzt einer pro Spiel aus.
✓ Ein Kartenspiel aus 32 Karten
✓ Papier und Bleistift zum Aufschreiben der Punkte: Oder ein Sack mit Spielgeld zum sofortigen Begleichen der Spielschuld.

Skat erhielt seinen Namen nach zwei verdeckt liegenden Karten, die Skat genannt werden. Das jeweilige Skatspiel wird immer mit drei Spielern durchgeführt. Nehmen an der Skatrunde vier Spieler teil, so setzt stets ein Spieler – in der Regel der Geber – aus. Bei einer Skatpartie spielt immer ein Alleinspieler gegen die zwei verbliebenen Mitspieler. Dieser wird nach dem Ausgeben der Karten über das Reizen ermittelt. Der Alleinspieler legt die Spielart bzw. die Trumpffarbe für das Spiel fest. Das eigentliche Spiel besteht aus zehn Stichen. Spielziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu machen. Die Summe aller Kartenwerte eines Skatblatts sind 120 Augen. Gewonnen hat in der Regel der Spieler bzw. die Spielpartei mit mehr als der Hälfte aller möglichen Punkte – also 61 Augen. Nach einem Spiel werden die Gewinnpunkte ermittelt und aufgeschrieben. Das Spiel wird mit der nächsten Partie fortgesetzt.

Auge um Auge – Die Kartenwerte
Ein Skatblatt umfasst 32 Karten. In Deutschland wird zum Spielen je nach Region das französische Blatt oder das deutsche Blatt verwendet. Das französische Blatt, das vielfach in den nördlichen Regionen eingesetzt wird, unterscheidet die Farben Kreuz (♣), Pik (♠), Herz (♥) und Karo (♦). In den südlichen Regionen wird häufig das deutsche Blatt mit den Farben Eichel, Grün, Rot und Schellen verwendet. In diesem Sportwetten-Portal wird das Skatspiel mit dem französischen Blatt erläutert. Spielen Sie mit dem deutschen Blatt, so ersetzen Sie einfach die französischen Farben mit den deutschen und verwenden für die Buben die Unter und für die Damen die Ober. Beim Skat entscheidet die Summe aller Kartenwerte der gewonnenen Stiche darüber, ob eine Partie gewonnen oder verloren wurde. Welche Werte den einzelnen Karten zugeordnet sind, entnehmen Sie der folgenden Tabelle, in der für die Kartenwerte der weithin benutzte Begriff Augen verwendet wird.

KarteKartensymbolAugen
AssA11
Zehn1010
KönigK4
DameD3
BubeB2
Neun90
Acht80
Sieben70

 
Tabelle 12.1: Augenwerte der Skat-Karten

Beachten Sie, dass die Rangfolgen der Augen nicht durchgehend mit der Trumpfrangfolge übereinstimmen, da beim Skat – bis auf die Null-Spiele – die Buben immer die oberen Trümpfe bilden. Die Rangfolge der Buben geht von B♣, B♠ über B♥ bis ♦B. Die Buben gehören daher von der Spiellogik gesehen keiner bestimmten Farbe an. Für die Farbkarten ist folgende Rangfolge – von der höchsten zur niedrigsten Karte – festgelegt: Ass, Zehn, König, Dame, Neun, Acht und Sieben. Die Zehn folgt also unmittelbar nach dem Ass und ist nicht zwischen Dame und Neun eingereiht. Geben und Nehmen – Die Kartenverteilung Zunächst mischt der Kartengeber das Skatblatt und lässt den Spieler rechts neben sich abheben. Dabei muss dieser mindestens vier Karten vom Stapel abnehmen. Die beiden Stapel werden dann vom Geber in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengelegt. In einer Skatpartie werden an alle drei Spieler zehn Karten ausgeteilt, die restlichen zwei Karten bilden den Skat (oder auch Stock genannt). Der Geber verteilt im Uhrzeigersinn zunächst jeweils drei Karten verdeckt an seine Mitspieler und sich selbst. Anschließend legt er zwei Karten zum Skat verdeckt auf den Tisch und verteilt dann die restlichen Karten jeweils im Vierer- und Dreierpack an seine Mitspieler. Zur besseren Unterscheidung der drei Spieler haben sich im Laufe der Zeit die Bezeichnungen Vorderhand, Mittelhand und Hinterhand herausgebildet. Der Spieler links vom Kartengeber ist in der Vorderhand, der Spieler rechts vom Geber in fax Mittelhand und der Geber selbst in fax Hinterhand. Nachdem die Karten von den Spielern aufgenommen wurden, beginnt das Reizen. Der Geber wechselt bei der nächsten Partie jeweils im Uhrzeigersinn, sodass bei drei Spielern nach drei Partien jeder einmal die Karten ausgegeben hat, jeder einmal in der Vorderhand und einmal in der Mittelhand saß. Damit ist eine Runde an Partien gespielt worden. Ein gesamtes Skatspiel besteht in der Regel immer aus mehreren ausgespielten Runden.

Auktion am Spieltisch – Das Reizen
Beim Skatspielen spielt immer ein Spielmacher gegen zwei Mitspieler. Dieser Spielmacher wird jedoch nicht nach einer festgelegten Reihenfolge bestimmt oder ausgeguckt. Das Recht, alleine zu spielen, wird in einer Art Auktion versteigert – der Meistbietende erhält den Zuschlag für das Spiel. Die Durchführung der Auktion nennt man Reizen. Im Unterschied zu den Auktionen bei Christie’s erhält jedoch nicht derjenige mit dem dicksten Geldbeutel den Zuschlag. Die Höhe des Gebots ist abhängig von der Anzahl und der Konstellation der Trümpfe auf der Hand des jeweiligen Spielers. Nach einer bestimmten Reihenfolge geben die Spieler ihre Gebote ab und können sie gegebenenfalls weiter erhöhen. Der Spieler mit dem Höchstgebot wird also der Spielmacher, die beiden Verlierer bilden die gemeinsame Gegenpartei. Der Alleinspieler darf die beiden Karten aus dem Skat aufnehmen und austauschen sowie die Spielart bzw. die Trumpffarbe bestimmen.

Ansagen und Punkten – Das Spiel
Der Spielmacher sagt zunächst an, welches Spiel er spielen will. Dabei kann er auswählen zwischen einem Grandspiel, bei dem nur die Buben Trumpf sind, oder einem Farbenspiel, bei dem neben den Buben auch alle Karten der ausgewählten Farbe zu den Trümpfen gehören. Zusätzlich kann er sich für ein Nullspiel entscheiden, bei dem es gilt, keinen Stich zu gewinnen. Das eigentliche Spiel besteht aus zehn Stichen zu je drei Karten. Für den ersten Stich spielt der Spieler, der in Vorderhand sitzt, die Karte aus. Die übrigen Spieler legen im Uhrzeigersinn jeweils eine Karte dazu. Dabei müssen die Spieler bestimmte Regeln einhalten. Während der Ausspieler selbst entscheiden kann, welche Karte er spielt, müssen die Mitspieler die ausgespielte Farbe bekennen. Wurde z.B. eine Karo ausgespielt, so müssen die beiden Mitspieler ebenfalls Karo zu dem Stich legen, soweit sie eine Karo-Karte besitzen. Sie müssen also eine Farbe oder ein Trumpf bedienen, solange sie über eine solche Karte verfügen. Den Stich hat derjenige Spieler gewonnen, der die für die angesagte Spielart höchste Karte gespielt hat. Die gewonnenen Karten werden verdeckt vor dem jeweiligen Spieler gestapelt. Der Gewinner eines Stichs spielt jeweils zum nächsten Stich wieder aus.

Wer den Kreuzer nicht ehrt – Die Spielauswertung
Nach einer Partie werden zunächst die Augen der gewonnenen Stiche gezählt und damit ermittelt, wer das Spiel gewonnen oder verloren hat. Die für das Spiel gewerteten Punkte werden aufgeschrieben. Für das Aufschreiben gibt es verschiedene unterschiedliche Systeme, die weiter unten in diesem Sportwetten-Artikel ausführlicher dargestellt werden. Nach diesem noch etwas groben Spielüberblick werden im Folgenden die wichtigsten Spielphasen ausführlicher dargestellt und erläutert.