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Kartenbilder und Symbole in Deutschland und ganz Europa

Kartenbilder und Symbole in Deutschland und ganz Europa
Bei den meisten europäischen Kartenspielen werden Spielkarten verwendet, die sich aus vier Symbolen, das heißt aus vier Farben, zusammensetzen. An der Spitze jeder Farbe stehen Figurenkarten mit Abbildungen, denen figurenlose Zahlenkarten folgen.

Die Abbildungen auf Spielkarten spiegelten lange Zeit den Stil und viele aktuelle Ereignisse der jeweiligen Epoche wider. Revolutionen, Kriege, Kirche, Zeit-geschmack und viele andere Faktoren hatten großen Einfluss auf die Gestaltung des Kartenbildes. Die Motive reichten von Portraits bekannter Persönlichkeiten über Jagdszenen, Naturdarstellungen und Tieren bis hin zu Karikaturen. Sie wurden nicht selten von namhaften Künstlern entworfen. Auch heute gestalten angesehene Maler, Designer und Karikaturisten neue Motive für Trendspiele, wie Wirtschafts-, Fantasy-, Kriminal- und Agentenspiele.

Für das klassische Kartenspiel aber gibt es in Europa vier traditionelle Darstellungsformen der Kartenbilder: das französische, das deutsche, das spanischitalienische und das Tarockbild. In diesem Sportwettenportal werden die französischen und die deutschen Karten behandelt, da alle beschriebenen Spiele damit ausgeführt werden können.

Das französische Bild wird international für die meisten Kartenspiele verwendet. Seinen Ursprung hat es in der Feudalgesellschaft des Mittelalters. Aus den Symbolen König, Dame und Ritter wurden später König, Dame und Bube. Die vier Farbfamilien Kreuz, Pik, Herz und Karo beziehen sich vermutlich auf vier Fürstengeschlechter. Seit ca. Ende des 19. Jahrhunderts hat sich dieses Kartenbild nicht mehr verändert. In jeder Farbe gibt es 13 Karten; die drei Bildkarten König, Dame, Bube und die zehn Zahlenkarten Ass, Zehn, Neun bis Zwei. Bei manchen Spielen wird das Ass auch als Eins eingesetzt, Ein vollständiges französisches Kartenspiel besteht aus 52 Karten. Für viele Spiele werden nur 32 Karten, das so genannte „Skatblatt“, benötigt. Zusätzlich gibt es die Joker, die entsprechend den einzelnen Spielregeln eingesetzt werden.

Das deutsche Bild weist mit König, Ober und Unter eine militärische Hierarchie auf. Die Farben Eichel, Blatt, Herz und Schelle entsprechen in ihrer Reihenfolge den französischen Farben. Ein deutsches Kartenspiel hat ebenfalls 52 Karten. Das verkürzte Spiel mit 32 Karten ist das so genannte „Schafkopfblatt“. Hinweis: In diesem Sportwettenportal wird die Rangfolge der Kartenwerte und der Farbwerte grundsätzlich von oben nach unten, also beginnend mit dem höchsten Wert, aufgeführt! Sollte eine andere Beschreibung nötig sein, wird in der Spielbeschreibung darauf hingewiesen.

Zum Spiel
Niedergeschriebene Spielregeln, die Glücksspiele, Stichspiele und Anlegespie- le beschreiben, gibt es vermutlich erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts. Deshalb kennt man von vielen alten Kartenspielen meist nur die Namen. Im Laufe der Zeit sind die anfänglichen Regeln, die zunächst aus dem einfachen „Bedienen“ bestanden, durch die Erfindung des „Trumpfs“ und des „Bietens“ um einige Aspekte bereichert worden. Festgelegte, allgemein gültige Regeln gibt es auch heute nur für wenige Spiele. So haben wahrscheinlich die meisten der in diesem Sportwettenportal erläuterten Kartenspiele von Ort zu Ort abweichende Spielregeln.

Dauer des Spiels:
Sollte die Dauer nicht durch die Spielregel vorgegeben sein, wird vor Spielbeginn entweder eine gewisse Zeitspanne, Rundenanzahl oder zu erreichende Punktzahl vereinbart oder einfach nach Lust und Laune gespielt.

Schwierigkeitsgrad:
Wie leicht oder schwierig ein Spiel ist, wird in diesem Sportwettenportal durch Karten bewertet. Die Skala reicht (beginnend mit dem leichtesten Grad) von einer bis fünf Karten.

Sitzordnung:
Gespielt werden kann eigentlich an jedem Tisch. Er sollte jedoch so groß sein, dass die Spieler genug Abstand voneinander haben, sodass keiner das Blatt des anderen sehen kann. Bei Auslegespielen muss genügend Platz für die Karten sein. Während einer Partie behalten alle Mitspieler ihre Plätze bei. Spielen Parteien gegeneinander, sitzen sich die jeweiligen Partner gegenüber.

Mischen und Geben:
Jeder Spieler zieht aus dem ungemischten, verdeckten Stoß eine Karte. Wer die höchste (oder niedrigste) Karte gezogen hat, gibt als Erster. Die Karten werden vom Geber gemischt. Der rechts vom Geber sitzende Mitspieler hebt ab, teilt damit den verdeckten Kartenstoß und legt dann den unteren Teil auf den oberen. Dabei müssen mehr als drei Karten abgehoben und mindestens drei liegen gelassen werden. Dann werden die Karten wie in den einzelnen Spielregeln beschrieben im Uhrzeigersinn verdeckt verteilt. Der Geber wird in der Regel nach jeder Spielrunde von seinem links sitzenden Nachbarn abgelöst. Um eine bessere Übersicht zu bekommen, empfiehlt es sich, die erhaltenen Karten entsprechend der Spielerfordernis übersichtlich nach Farben und Trümpfen fächerartig in der Hand zu ordnen.

Spielverlauf:
In der Regel spielt der Spieler, der beim Austeilen die erste Karte erhält, der so genannte Vorhand, die erste Karte aus. Die anderen Spieler geben im Uhrzeigersinn reihum jeweils eine Karte zu. Sollte die Reihenfolge bei einem Spiel anders sein, wird in der Beschreibung darauf hingewiesen.

Stechen:
Den Stich bekommt der Mitspieler, der in einer Runde die Karte mit dem höchsten Wert gespielt hat, Er spielt dann als Nächster aus. Wenn „Farbe“ oder „Trumpf bedienen“ (zugeben) gefordert ist, ist dies unbedingt zu befolgen. Es besteht dann Farb- und Stichzwang. Nur wenn beides nicht möglich ist, darf man eine beliebige, möglichst wertlose Karte (Lusche) zugeben.

Reizen oder Bieten:
Bei vielen Kartenspielen wird mithilfe von Reizen oder Bieten vor Spielbeginn durch Fragen ein Alleinspieler oder ein Partner ermittelt.

Melden:
Eine Meldung ist das Auslegen einzelner Kartenkombinationen mit verschiedenen Werten. Sie ist bei den meisten Anlegespielen erforderlich.

Abrechnung:
Wie am Ende jedes Spiels abgerechnet wird, steht in den einzelnen Spielbeschrei-bungen. Wird um Geld gespielt, sollte man vor Spielbeginn ein Limit setzen. Übrigens, an öffentlichen Plätzen ist es auch heute noch verboten, um Geld zu spielen!

Tipps:
– Den anderen nicht in die Karten sehen, sonst macht das Spiel keinen Spaß!
– Trumpf und Farbe bekennen, sonst hat man verloren!
– Keine Karte zurücknehmen, die man ausgespielt hat. Denn was liegt, das pickt!