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Persisches Romme und Gin-Romme Spielverlauf und Taktik – Kartenspiele für Erwachsene

Persisches Romme Spielverlauf 
Persisches Romme ist eine Möglichkeit Romme mit Partnern zu spielen.

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Spielkarten: 52 Karten (Rommeblatt); vier Joker Rangfolge der Karten: Ass = 15; König = 10; Dame = 10; Bube = 10; Zehn = 10; Neun = 9; Acht = 8; Sieben = 7; Sechs = 6; Fünf = 5; Vier = 4; Drei = 3; Zwei = 2; Joker = 20
Ziel des Spiels: In drei Runden wird der Sieg der Partie ausgespielt. Dabei gewinnen die beiden Spieler mit der höheren Punktzahl.

Vorbereiten und Geben: Durch Auslosung mittels der Karten (höchste Werte gegen niedrigste Werte) bestimmt man die Partner. Sie sitzen einander gegenüber.

Spielverlauf und Taktik: Es werden Sätze und Sequenzen gebildet. Dabei gelten folgende Sonderregelungen:
1) Vier-Karten-Satz-Ablage: Es werden alle vier zu einem Satz zählenden Karten auf einmal (also nicht in zwei oder mehr Runden) ausgelegt. Die doppelte Augenzahl zählt dabei als Sonderpunkte (z. B. vier Buben zählen 40 Punkte. Diese Zahl verdoppelt, ergibt 80 Gesamtpunkte).
2) Joker sind keine „wilden“ Karten. Sie können als Satz aus drei und vier Jokern abgelegt werden. Bei einer Vier-Karten-Satz-Ablage von Jokern werden 160 Punkte gutgeschrieben!
3) Neben Karten aus dem Talon können auch Karten aus dem Ablegestapel gezogen werden. Die gezogene Karte muss sofort mit weiteren Karten ausgelegt werden. Alle Karten, die oberhalb der gewünschten Karte liegen, wandern zum Handblatt hinzu.
4) Es gibt bei der Erstauslage kein Mindestgebot.
5) Beide Partner dürfen gegenseitig an ihren Meldungen anlegen. Die gegnerischen Karten bleiben tabu.

Nur beim Persischen Romme möglich – ein Vierer Satz von Jokern!
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Abrechnung: Sobald Romme ausgerufen wurde – die letzte Abwurfkarte nicht vergessen – wird die Augenzahl der ausgelegten Sätze und Sequenzen addiert. Die Punkte der Handkarten werden davon abgezogen. Die Partei, die das Spiel beendet, bekommt 25 Sonderpunkte, Der Gewinner der gesamten Partie erhält 100 Extrapunkte. Die Differenz der beiden Endstände wird ausbezahlt.

Gin-Romme
Gin-Romme ist eine der populärsten Varianten des Zweier-Romme-Spiels und wird deshalb ausführlich besprochen.

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Spielkarten: 52 Karten (Rommeblatt) ohne Joker Rangfolge der Karten: König = 10; Dame = 10; Bube = 10; Zehn = 10; Neun = 9; Acht = 8; Sieben = 7; Sechs = 6; Fünf = 5; Vier = 4; Drei = 3; Zwei = 2; Ass

Ziel des Spiels: Jeder Spieler versucht einen „Gin“ zu erzielen. Dabei sind zehn Handkarten zu verschiedenen Sequenzen auszulegen. Die elfte Karte wird ab-geworfen. Bei Restbeständen auf der Hand (die Punktzahl dieser Karten darf jedoch 10 nicht übersteigen) besteht die Möglichkeit des „Klopfens“.

Vorbereiten und Geben: Der Geber wird durch Abheben der höheren Karte bestimmt. Er mischt die Karten und teilt jedem Mitspieler zehn Karten aus. Danach legt er die 21. Karte offen in die Tischmitte. Daneben stapelt sich der verdeckte Kartenstoß, der die restlichen 31 Karten beinhaltet.

Spielverlauf und Taktik: Vorhand beginnt mit einer der folgenden zwei Möglichkeiten: Gin-Romme begeistert etwa seit 1940 vor allem amerikanische Kartenspieler.
a) Er nimmt die offen ausgelegte 21. Karte auf. Dafür wirft er eine seiner Handkarten ab.
b) Er passt und übergibt damit dem Geber diesen Zug.

Der Geber entscheidet sich ebenfalls für Variante a) oder b). Sobald das Spiel an Vorhand zurückgeht, ohne dass die offen ausgelegte Karte aufgenommen wurde, zieht dieser die oberste verdeckte Karte vom Kartenstapel. In abwechselnder Reihenfolge sind nun beide Spieler berechtigt, entweder die Karte vom Talon oder die aufgedeckte Karte zu den Handkarten hinzuzunehmen. Jedes Mal muss eine Handkarte abgeworfen werden. Das Ziel des Spiels ist, mit zehn Handkarten – die elfte Karte wird auf den Talon abgelegt – lückenlose auf- oder absteigende Sequenzen zu bilden. Zeitgleich mit dem Abwurf der elften Karte ruft man „Gin“ aus. Der Gegenspieler darf danach noch passende Meldungen auslegen, und nur die restlichen Handkarten zählen in der Zusammenrechnung. Der Spieler, der „Gin“ ausgerufen hat, schreibt sich sowohl 25 Sonderpunkte als auch die Augenzahl der Handkarten des Gegners auf sein Pluskonto.

Erläuterung des „Klopfens“: Schafft es ein Spieler, nicht alle zehn Handkarten in verschiedenen Meldungen auszulegen, kann er „klopfen“. In diesem Fall legt er alle möglichen Sequenzen ab, wirft eine Karte umgedreht auf den Talon und behält die Karten, die er nicht unterbringen kann (diese Karten dürfen in der Gesamtaugenzahl 10 nicht überschreiten!) in der Hand. Der Gegenspieler hat nun die Möglichkeit, seine Sequenzen auszulegen. Als Besonderheit darf er auch an den ausgespielten Karten des Gegenübers anlegen. Dann folgt die Schlussabrechnung: Wer weniger zu „klopfende“ Augenzahlen auf der Hand hält, gewinnt diese Runde.

Abrechnung: Der Gewinner erhält neben den 25 Sonderpunkten auch die Gutschrift der negativen Augenzahl des Verlierers. Bei einer Summe von 100 Punkten ist der Gesamtsieg erreicht, in diesem Fall bekommt der Spieler weitere 100 Punkte gutgeschrieben. Weiterhin gibt es in dieser Endabrechnung eine Gutschrift von 20 Punkten für jedes gewonnene Spiel (unabhängig von den Gin-Punkten und den Klopfmeldungen). Die beiden errechneten Ergebnisse der Spieler werden verglichen. Die Differenz wird an den Gewinner ausgezahlt. Der Wert eines Punktes wird vor dem Spiel vereinbart. Die Regeln von Gin- Romme entanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts.