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Totit und Tyzicha Spielverlauf und Taktik – Kartenspiele für Erwachsene

Totit Spielverlauf 
Das Spiel aus dem fernen Java ist leicht zu erlernen, obwohl die Beschreibung etwas schwierig erscheint. Es eignet sich gut als Gesellschaftsspiel auch mit Kindern.

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Spielkarten: 60 Karten aus 2 x 52 Karten
Rangfolge der Karten: Von Pik, Herz, Karo: Ass – Zwei – Drei – Vier – Fünf – Sechs – Sieben – Acht – Neun Von Kreuz die Bildkarten: König, Dame, Bube Die drei Bildkarten und die Asse zählen als Einsen.

Ziel des Spiels: Jeder versucht, durch Raub möglichst viele identische Paare zu sammeln. Für jedes Paar gibt es 1 Punkt.

Vorbereiten und Geben: Bei zwei Spielern werden an jeden elf, bei drei bis sechs Spielern an jeden sieben Karten verteilt. Während des Verteilens werden immer wieder Karten offen auf den Tisch gelegt, bis 18 Karten aufliegen. Sie müssen von allen Teilnehmern gesehen werden können. Bei weniger als sechs Mitspielern werden nicht alle Karten gebraucht. Der Rest wird verdeckt weggelegt und erst wieder zum nächsten Mischen verwendet.

Spielverlauf und Taktik: Vorhand beginnt. Er kann entweder eine Karte offen abwerfen oder eine Karte vom Tisch rauben, um ein Paar, beispielsweise die beiden Pik-Dreien zu bekommen. Im ersten Durchgang darf man allerdings nur dann rauben, wenn man die andere identische Karte des Paares in der Hand hat. Wenn jeder Spieler an der Reihe war, benötigt man nur noch eine Karte desselben Wertes, z, B. eine Karo-Drei. Ein Herz-Ass kann also nach dem ersten Durchgang mit einem beliebigen Ass oder einer beliebigen Bildkarte, die wie das Ass als Einsen zählen, geraubt werden.

Liegen bei den Tisch-Karten zwei identische Karten, aber auch eine oder mehrere Karten mit demselben Wert, darf eine Karte des identischen Paares erst dann genommen werden, nachdem alle Karten desselben Wertes geraubt wurden. Hat man ein Paar zusammengestellt, legt man es verdeckt neben sich ab. Gibt es nur wenige Mitspieler, kann es Vorkommen, dass nicht alle Karten geraubt werden. Diese werden erst beim nächsten Mischen wieder verwendet.

Abrechnung: Jeder Spieler sucht in seinen abgelegten Karten die identischen Paare heraus. Jedes Paar zählt 1 Punkt. Die Partie ist beendet, wenn jeder Teilnehmer einmal gegeben hat. Wer die meisten Punkte gesammelt hat, ist Sieger. Sollte ein Punktegleichstand eintreten, wird noch eine Entscheidungsrunde gespielt.

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Tyzicha
Dieses abwechslungsreiche, recht schwierige Spiel erfreut sich in Russland großer Beliebtheit. Es ist wegen seiner raffinierten Regeln ausgesprochen reizvoll.

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Spielkarten: 32 Karten (Skatblatt, aus dem die Achten und Zweien entfernt werden).
Rangfolge der Karten: Ass =11; Zehn = 10; König = 4; Dame = 3; Bube = 2; Neun = 0
Rangfolge der Farben: Keine Ziel des Spiels: Jeder Teilnehmer versucht, das höchste Gebot abzugeben. Um das Spiel zu gewinnen, muss die gebotene Punktzahl erreicht werden.

Vorbereiten und Geben: Es werden an jeden Spieler sieben Karten einzeln verteilt. Die drei restlichen Karten legt man verdeckt auf den Tisch. Sie werden als „Witwe“ bezeichnet.

Spielverlauf und Taktik: Das Spiel beginnt mit dem Bieten.
Das Bieten: Es wird eine Punktzahl angesagt. Diese setzt sich aus der gesamten Augenzahl, die man glaubt in den einzelnen Stichen erreichen zu können, und aus den Meldungen einzelner Kartenpaare, den „Mariagen“ zusammen. Die „Mariagen“, besitzen folgende Wertung:
Herz-König und Herz-Dame = 100 Punkte
Karo-König und Karo-Dame = 80 Punkte
Kreuz-König und Kreuz-Dame = 60 Punkte
Pik-König und Pik-Dame = 40 Punkte

In diesem Spiel beginnt nicht Vorhand, sondern Hinterhand, der Spieler rechts vom Geber. Das Erstgebot beträgt immer 110 Punkte. Kann Hinterhand die geforderte Punktzahl nicht bieten, so passt er. Danach ist Mittelhand an der Reihe. Er kann nun ebenfalls passen oder das Gebot um 10 Punkte erhöhen. Im Verlauf der Bietrunde kann nun jeder Spieler reihum jeweils um 10 Punkte erhöhen oder passen. Sollten sowohl Hinterhand als auch Mittelhand passen, muss Vorhand das Spiel übernehmen. Er hat die Wahl, ob er dies mit den üblichen 110 Punkten oder aber mit nur 100 Punkten machen möchte. Entscheidet er sich für 100 Punkte, muss er auf die später beschriebenen Vorteile verzichten.