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Poker und Stud Poker kostenlos spielen und die Regeln – Kartenspiele für Erwachsene

Poker spielen
Die Geschichte des Pokerspiels geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Es entwickelte sich aus einem damals in Deutschland unter dem Namen „Pochspiel“ bekannten Glücksspiel (ebenfalls im Sportwettenportal beschrieben). Dessen französische Variante „Poque“ war um 1800 bei der französischen Bevölkerung Amerikas sehr beliebt. Englisch sprechende Amerikaner tauften das Spiel Poker. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte es an den Hof Königin Victorias von England. Von dort eroberte das Glücksspiel ganz Europa. Seitdem sind seine Regeln international festgelegt, es gibt aber unzählige Abweichungen. Den Spielern ist daher unbedingt anzuraten, sich vor dem ersten Spiel auf eine bestimmte Form zu einigen.

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Spielkarten: 52 Karten; bei weniger als sechs Spielern 40 Karten (ohne Zweien, Dreien und Vieren) Rangfolge der Karten: Ass – König – Dame – Bube – Zehn -… – Zwei. Das Ass kann auch als Eins auftreten. Rangfolge der Farben: Pik – Herz – Karo – Kreuz Ziel des Spiels: Über Gewinn oder Verlust entscheidet die Kombination aus jeweils fünf Karten, die jeder Spieler besitzt. Der Spieler mit der höchstwertigen Kartenzusammensetzung oder der beste Bluffer gewinnt.
Es gibt insgesamt zwölf Kombinationen, davon acht Grund-Kombinationen und wahlweise weitere vier Kombinationen. Sie werden in folgender Rangfolge von oben nach unten bewertet: Haben mehrere Spieler die gleichen Kombinationen, so entscheidet jeweils die Karte mit dem höchsten Wert über den Rang.

Beim Poker istGrund-Kombinationen:

Straight Flush

Farbenfolge

Four of a Kind

fünf Karten einer Farbe in lücken­loser Reihenfolge (z. B. Herz-Zehn, Herz-Bube, Herz-Dame, Herz-König, Herz-Ass) vier gleichwertige Karten
es unerlässlich,Viererpasch(z. B. Pik-Dame, Herz-Dame,
sich die engli­Karo-Dame, Kreuz-Dame)
schen Bezeich­und eine beliebige Karte
nungen der ver­Full Houseein Dreierpasch und ein Paar
schiedenenoder(z. B. drei Könige und
KombinationenFull Handzwei Asse)
einzuprägen.Volles Haus, volle Hand
Flushfünf beliebige Karten einer Farbe
Farbe(z. B. Pik-Drei, Pik-Fünf, Pik-Neun, Pik-Bube, Pik-König)
Straightlückenlose Folge von fünf Karten
gemischte Folgeverschiedener Farben
oder Sequenz(z. B. Pik-Acht, Herz-Neun, Karo-Zehn, Herz-Bube, Karo-Dame)
Th ree ofdrei Karten von gleichem Wert
a Kind(z. B. Herz-Dame, Karo-Dame, Pik-
DreierpaschDame) und zwei beliebige Karten
Two Pairsjeweils zwei Karten von gleichem
Zwei PaareWert (z. B. Kreuz-König, Karo-König und Pik-Acht, Herz-Acht) und eine beliebige Karte
One Pairzwei Karten von gleichem Wert
Ein Paar(z. B. Karo-Ass, Pik-Ass) und drei beliebige Karten
Zusatz-Kombinationen:Die vier Zusatz-
Skip StraightKartenfolge beliebiger Farben, beiKombinationen
Sprung-Sequenzder je ein Wert ausgelassen wirdsollten erst ins
(ist hinter dem(z. B. Drei, Fünf, Sieben, Neun, Bube)Spiel mit einbe­
Straight einzu­zogen werden,
ordnen)wenn alle Grund
RoundKartenfolge beliebiger Farben, beiKombinationen
the Cornerder ein Ass in der Mitte stehen muss,in „Fleisch und
Straightdas hier also als eins fungiertBlut” übergegan-
Sequenz (ist hin­(z. B. Dame, König, As, Zwei, Drei)gen sind.
ter dem Straight
einzuordnen)
BlazeKartenfolge beliebiger Farbe, die nur
(ist hinter demaus Bilderkarten besteht
Three of Kind(z. B. Bube, Dame, König und Bube,
einzuordnen)König)
Four Flushvier Karten von beliebigem Wert,
(ist hinteraber einer Farbe
Two Pairs(z. B. Herz-Zwei, Herz-Fünf,
einzuordnen)Herz-Acht, Herz-Dame) und eine beliebige Karte

Vorbereiten und Geben: Ein beliebiger Spieler verteilt offen an jeden Mitspieler so lange eine Karte, bis ein Bube fällt. Wer den Buben erhält, wird Geber und teilt nun einzeln an jeden Spieler fünf verdeckte Karten aus, die erst aufgenommen werden, wenn alle Spieler ihre Karten haben. Die übrigen Karten werden als Talon verdeckt auf den Tisch gelegt. In die Mitte des Tisches wird der Pott gestellt, Für die Eröffnung, das Zahlen des ersten Grundeinsatzes, gibt es beim Pokern viele Variationen. Am gebräuchlichsten sind die beiden folgenden Möglichkeiten: Entweder zahlt jeder Spieler oder nur der Geber vor dem Kartenausteilen (also bevor die Spieler die Karten gesehen haben) einen blinden Einsatz, „Ante“ oder „Visum“ genannt. Nachdem der Höchsteinsatz vereinbart wurde, kann das Spiel beginnen.

Spielverlauf und Taktik: Vorhand eröffnet und legt, wenn er spielen will, den ersten Einsatz (üblicherweise zwischen 10 % und 25 % des vereinbarten Höchstsatzes) in den Pott. Nun entscheidet jeder Spieler der Reihe nach, ob er mitspielen oder passen möchte. Wer mitspielen will, legt den gleichen Einsatz wie Vorhand in den Pott; wer passt, legt seine Karten weg. Auch wer zwar keine der Kombinationen auf der Hand hat, aber auf Grund seines Blattes hofft, durch Umtausch bzw.

„Straight Flash“ besitzt den höchsten Wert aller Kombinationen
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„Kaufen“, eine der zwölf Kartenfolgen zu bekommen, hält mit

Kaufen: Jeder Spieler darf (Vorhand zuerst) bis zu drei Karten verdeckt ablegen und sich vom Geber die entsprechende Anzahl vom Talon geben lassen, muss diese aber kaufen (10 % des Höchsteinsatzes). Hat er ein Ass in der Hand, darf er vier Karten kaufen. Auf Wunsch der Mitspieler muss er das Ass zeigen. Dann wird geboten.

Bieten und Bluffen: Möchte Vorhand oder der erste Spieler, der nicht gepasst hat, weiterspielen, „halten“, zahlt der Betreffende wieder den Einsatz und sagt: „Ich pokre“. Der nachfolgende Spieler kann ebenso verfahren oder passen. Hat ein Spieler ein besonders gutes Blatt, oder ist er ein geschickter Bluffer, so kann er „er-höhen“. Er muss dann den doppelten Einsatz einzahlen. Diesen muss der nächste Spieler ebenfalls halten, um weiter im Spiel zu bleiben. In diesem Spielabschnitt spielt das Bluffen eine wichtige Rolle. Ein gewiefter Bluffer kann sogar mit schlechten Karten pokern und erhöhen, bis alle anderen Mitspieler gepasst haben. Er gewinnt dann den gesamten Einsatz, ohne seine Karten vorzeigen zu müssen. Der Bluffer kann aber entdeckt werden, wenn andere Spieler mithalten, und er dann seine Karten zeigen muss. Haben nämlich mehrere Spieler gehalten und keiner möchte weiter erhöhen, wird „gesehen“, d. h., die Handkarten werden gezeigt, und der Bluff fliegt auf. Deshalb kann man am besten bluffen, wenn man als Letzter an der Reihe ist. In dieser so genannten „Poker-Position“ kann man immer noch erhöhen, ohne vom „Sehen“ überrascht zu werden.

Abrechnung: Der Spieler mit der ranghöchsten Kombination gewinnt den Inhalt des Pottes.
Abgebrühte Spieler zeigen während der ganzen Partie keine Gesichtsregung. Sie setzen das so genannte „Pokerface“ auf.

Stud Poker
Diese Poker-Variante wird von ganz ausgekochten Spielern geschätzt, die es lieben, ein möglichst hohes Risiko einzugehen. Durch das abwechselnde Geben von offenen und verdeckten Karten wird das Taktieren besonders schwierig.

An dieser Variante des Pokers können sich bis zu zehn Teilnehmer beteiligen. Der Reiz des Spiels liegt darin, zwar einen Teil seiner eigenen und der gegnerischen Karten zu kennen, aber letztlich nicht zu wissen, welchen Wert das Blatt wirklich hat. Deshalb ist das Taktieren hier noch schwieriger und vor allem riskanter.

Es wird mit 52 Karten gespielt. Der Geber verteilt in zwei Durchgängen an jeden Spieler eine verdeckte und eine offene Karte. Die verdeckte Karte wird erst nach der vierten Runde aufgedeckt. Darauf folgt die erste Bietrunde. Wer die höchste offene Karte besitzt, eröffnet das Bieten. Wie beim Poker wird ein vereinbarter Einsatz in den Topf gezahlt. Die Kartenkombinationen haben denselben Rangwert wie im normalen Poker. Jeder Spieler entscheidet der Reihe nach, ob er passt, hält oder erhöht. Passt er, verliert er seinen Einsatz; geht er mit, zahlt er nochmals den gleichen Einsatz; kann er erhöhen, wirft er die doppelte Summe in den Pott.

Nach der ersten Bietrunde erhalten die im Spiel verbliebenen Spieler jeweils eine weitere offene Karte. Dies wiederholt sich nun in jeder Runde, bis alle aktiven Spieler vier offene Karten besitzen. In jeder Bietrunde muss der Einsatz mindestens die Höhe des höchsten Gebotes aus der Vorrunde betragen. Sobald jeder Spieler vier offene Karten hat, wird die letzte Runde gespielt. Dann drehen alle, die noch im Spiel sind, ihre verdeckte Karte um. Wer die ranghöchste Karten-Kombination vorweisen kann, hat gewonnen und darf den Pott ausräumen. Sind alle Spieler bis auf einen ausgestiegen, gehört diesem der Pott, ohne dass er seine Karten zeigen muss.