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Omaha 8 Poker im Kasino kennen lernen

Ein Vergleich zwischen Texas Hold’em und Omaha/8 bringt einige bemerkenswerte Gemeinsamkeiten hervor. Sie haben die gleiche Anzahl Wettrunden und die Bezeichnungen Flop, Turn. River. Aber der Unterschied liegt am Anfang. Bei Omaha/8 bekommt jeder Spieler vier Handkarten anstatt zwei wie bei Hold’em.
Ursprünglich wurde Omaha nur mit dem besten Blatt gespielt und Omaha High genannt. Viel häufiger ist heute aber die Form Omaha 8-or-Better High-Low Split Poker oder kurz Omaha/8. Das werde ich in diesem Artikel vorstellen. Wie im Seven-Card Stud/8, das früher in diesem Kasino-Artikel erklärt wurde, gibt es bei Omaha/8 einen geteilten Pot für die höchste und die niedrigste Hand.
Weil der Pot geteilt wird, ist das Spiel ungeheuer populär geworden, denn es gibt zwei Gewinnmöglichkeiten. Und weil ein Teil der Spieler in Richtung hoch, ein anderer in Richtung tief geht, wird häufig wild gesetzt und es bilden sich sehr große Pötte.

Handkarten spielen: Wählen Sie zwei
Um im Omaha/8 eine Fünfkartenkombination zu bilden, muss man exakt zwei Handkarten auswählen und mit drei von den Gemeinschaftskarten kombinieren. Man darf nicht eine, drei oder gar vier Handkarten nutzen, sondern genau zwei. Und wenn Sie einmal die vier Asse als Handkarten ausgeteilt bekommen, dann ist das für Omaha/8 ein sehr trauriger Umstand, denn Sie dürfen nur zwei davon wählen und werden damit nicht gewinnen. Ebenso wenig gilt es, wenn Sie das Pik Ass wählen und versuchen, es mit vier weiteren Pik-Karten aus den Gemeinschaftskarten zu kombinieren, um einen Flush zu bilden.

Mehr Karten, bessere Chancen
Wenn Sie vorher viele Pokervarianten mit sieben Karten wie Texas Hold’em oder Seven-Card Stud gespielt haben, müssen Sie bei Omaha/8 auf höhere mögliche Blätter vorbereitet sein. Weil jeder neun Karten hat, aus denen er entsprechend der Regeln auswählen kann, steigen die Chancen auf Straights, Flushes und Full Houses oder noch besser entsprechend an.
Mit fünf Gemeinschaftskarten wie bei Hold’em wird die Stärke eines Blattes wieder durch die Handkarten definiert. Auch hier ist es sehr wichtig, nur mit guten Startblättern ins Spiel einzusteigen. Und aus vier Handkarten lassen sich sechs Zweierkombinationen bilden, so dass jeder Spieler zu Beginn sechs Startblätter hat. Damit sind viel mehr Kombinationsmöglichkeiten mit den Gemeinschaftskarten (nämlich 60 pro Spieler) gegeben.

Stärke Von Startkarten einschätzen
Gute Startkarten in Omaha/8 sind doppelt gleichfarbig, z. B. zwei Herz- und zwei Pik-Karten. Damit sind schon zwei prinzipielle Möglichkeiten zum Flush gegeben. Wenn dann die Karten auch noch jeweils zusammenhängend sind, bieten sich zumindest für die hohe Richtung Straight-Chancen. Ideal wäre eine Starthand aus zwei Assen mit jeweils kleinen gleichfarbigen Beikarten, z. B. A/Kreuz/ 3/Kreuz/, A/Herz/ 5/Herz/. Die beste Starthand für Omaha/8 besteht aus zwei Assen und einer jeweils gleichfarbigen 2 und 3, z. B. A/Karo/ 2/Karo/, A/Pik/ 3 /Pik/. Da Asse sowohl hoch als auch tief gelten können, sind sie besonders wertvoll.
Die denkbar schlechteste Starthand ist 2-2-2-2. Weil Sie davon exakt zwei Karten auswählen müssen, haben Sie keine Chance, einen Drilling zu machen. Die Karten sind weder gleichfarbig noch verbunden, damit scheidet auch die Möglichkeit Straight und Flush aus.
Spielen Sie Omaha/8 ähnlich wie Texas Hold’em. Gehen Sie nur mit guten Startblättern ins Spiel. Allerdings haben Sie bei Omaha/8 zwei Wege zum Gewinn, denn sowohl die beste als auch die niedrigste Hand gewinnen.