Home » Pokerstrategien » Poker lernen » Hohe ungepaarte Karten AK, AQ – Starthände und ihre Spielbarkeit im Poker

Hohe ungepaarte Karten AK, AQ – Starthände und ihre Spielbarkeit im Poker

28Im Gegensatz zu den Pocketpaaren benötigen diese Kartenkombinationen noch Hilfe. Dennoch sei gesagt, dass z. B. AK zumindest vor dem Flop nur von AA wirklich dominiert wird. Und aus diesem Grund sollte diese Hand ebenfalls aggressiv angespielt werden – egal, aus welcher Position. Mit dieser Hand wollen Sie, genauso wie mit einem hohen Pocketpaar, möglichst Heads-Up gegen nur einen Gegner antreten. Wenn Sie dann eine entsprechende Karte treffen (A oder K), hat sich das Ganze bereits gelohnt. Doch auch wenn Sie den Flop verfehlen, sollten Sie, zumindest bei ungefährlichen Karten, eine Continuationbet folgen lassen, um dem Gegner zu signalisieren: Hey, ich bin nicht auf Hilfe angewiesen. Auf ein Raise hin sollten Sie dann aber lieber wegwerfen.

Anders sieht es da schon mit AQ und erst recht mit AJ aus. Besonders in der frühen Position wissen Sie nicht, wo Sie mit diesen Händen stehen. Hält einer der nachfolgenden Spieler AK oder ein hohes Paar, wird er auf jeden Fall callen. Kommt ein Reraise, wird es sehr schwer für Sie. Bei einem möglichen Call von AK und einem Ass auf dem Flop kann es teuer für Sie werden. Das Optimum wäre hier eine Dame als höchste Karte. Mit dem Ass als Kicker lägen Sie aller Wahrscheinlichkeit nach vorne.

Noch schwieriger gestaltet sich das Ganze mit AJ bzw. ATs. An einem shorthanded Tisch ein sehr starkes Blatt, kann es beim Fullring Table von AK, AQ oder den höheren Paaren bereits dominiert sein. Aus der frühen Position heraus sollten Sie nicht zu viel auf diese Hände setzen und vielleicht über einen Limp oder ein Minimumraise nachdenken (und dies auch nicht unbedingt in der Anfangsphase). Hoffen Sie auf Two Pair oder Junge bzw. Zehn als höchste Karte, um daraus Profit schlagen zu können. Wird nach Ihnen Stärke gezeigt, bzw. verfehlen Sie den Flop komplett, sollten Sie ein Fold in Betracht ziehen und nicht zu viele Chips in diese Hand investieren. Anders sieht es auch hier wieder von der späten Position aus. Ist noch keiner in den Pot eingestiegen oder befindet sich lediglich ein Limper vor Ihnen, können Sie davon ausgehen, dass Ihr mittleres Ass ganz gut dasteht – besonders wenn es suited ist. Raisen und beobachten Sie, was passiert. Selbst wenn Sie einen oder zwei Celler bekommen, befinden Sie sich nach dem Flop noch immer in Position und können sehen, was die Spieler vor Ihnen unternehmen.