Home » Pokerstrategien » Poker Grundlagen » Die Grundprinzipien im Poker lernen – Selbstbetrug

Die Grundprinzipien im Poker lernen – Selbstbetrug

Dieses Poker-Portal basiert auf acht Grundprinzipien.
1. Ihr größter Feind ist der Selbstbetrug. Die gesamte Spielindustrie basiert darauf und Sie können beim Poker nicht gewinnen, wenn Sie ihm nicht widerstehen.
2. Sie müssen sich selbst besser kennenlernen. Warum spielen Sie auf diese oder jene Weise? Wie beeinflusst Ihr Stil die Gegner und Ihre Resultate?
3. Sie sollten sich hauptsächlich auf die anderen Spieler konzentrieren. Was denken sie und wie agieren sie?
4. Spielstile werden von den Sehnsüchten und Ängsten der Spieler bedingt und offenbaren diese. Das Verständnis, warum ein Gegner auf diese oder jene Weise spielt, wird Ihnen helfen, sich ihm anzupassen.
5. Poker erfordert korrekte Einsätze – nicht das korrekte Abspielen der Karten – und jede wichtige Entscheidung folgt direkt aus den ersten vier Grundprinzipien.
6. Sie sollten „nachvollziehbar denken“ (Ihre Vermutungen und Denkprozesse anderen mitteilen können). Wenn Sie sich danach richten, können Sie Ihre Entscheidungen optimieren.
7. Eine der am besten geeigneten Möglichkeiten, Ihre Resultate zu verbessern, ist, Ihren Stil zu verändern.
8. Sie müssen sich ständig den Spielern in der konkreten Partie und dem konkreten Pot anpassen.
Lassen Sie uns diese Prinzipien etwas eingehender beleuchten.

Prinzip Nr. 1: Ihr größter Feind ist der Selbstbetrug. Ohne Selbstbetrug würde die Spielindustrie unverzüglich zusammenbrechen. Die Casinos wissen, dass der Gelegenheitsspieler keine Chance hat, aber immer wieder darauf hereinfällt. Es ist bei den meisten Casino- Spielen unmöglich zu gewinnen und nur wenige Spieler gewinnen regelmäßig beim Poker.

Erfolgreiche Pokerspieler verleugnen die Realität nicht. Tatsächlich ziehen sie Vorteil aus dem Selbstbetrug der anderen Spieler. Jedes Mal, wenn jemand schwache Karten spielt, hofft, die Wunderkarte zu treffen, oder eine Partie mit überlegenen Spielern bestreitet, verhält er sich wie der Typ am Spielautomaten: Er erkennt nicht, dass er zwangsläufig verlieren muss – vielleicht nicht heute, aber ganz sicher auf lange Sicht. Die meisten Spieler betrügen sich hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und sogar ihrer Ergebnisse. Tatsächlich unterliegen sie sogar einem noch größeren Selbstbetrug als die Spieler am Automaten. In den meisten Casinos hängen Bilder von Allerweltsleuten, die enorme Jackpots gewonnen haben, aber ein durchschnittlicher Pokerspieler wird nie beträchtliche Geldsummen gewinnen und über 90 Prozent aller Spieler geraten langfristig auf die Verliererstraße.

Sie kennen sicherlich eine Menge Leute, die sehr viel verloren haben, sich aber für gute Spieler halten und darauf beharren, lediglich Pech gehabt zu haben. Möglicherweise vergessen sie auch ihren Gesamtverlust und erinnern sich bloß an die gelegentlichen Gewinne. Diese werden dann aufgebauscht und den anderen wird vorgetäuscht, dass sie „ungefähr Pari stehen, vielleicht ein wenig im Minus“. Obwohl erfolgreiche Pokerspieler in der Regel realistisch sind, verhalten sich nahezu alle manchmal töricht. Wir alle kennen gute Spieler, die ständig Bankrott gehen, weil sie der Versuchung nicht widerstehen können, auf Würfel oder Pferde zu setzen oder in Partien zu spielen, die sie nicht schlagen können. Ihre Art, die Realität zu verleugnen, unterscheidet sich von meiner, aber wir alle tun es und zahlen dafür.

Der erste und wichtigste Schritt, um langfristig zu gewinnen, ist aufzuhören, sich selbst zu betrügen. Wenn Sie damit nicht aufhören, gewinnen Sie mit Ihren Fähigkeiten vielleicht ein paar Dollar, werden aber weiterhin wie ein Verlierer denken und handeln.