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Allgemeine Information und Tipps – Internet Poker Grundlagen

Die immer größer werdende Zahl von Webseiten betrachtend, die weltweit das Pokerspiel auf Internet anbieten, können wir davon ausgehen, dass es zu jedem beliebigen Zeitpunkt Zehntausende, gelegentlich sogar Hundertausende, von Spielern sind, die online ihr Pokergeschick in Vergleich zu stellen versuchen.

Obzwar die Gesetzeslage in manchen Teilen Europas ebenso wie in den USA noch umstritten ist, in den Ländern, in denen diese Seiten betrieben werden, sind sie völlig legal und unter staatlicher Kontrolle. Nachdem eines dieser Länder Großbritannien, also Teil der Europäischen Gemeinschaft, ist, wird sich an dieser rechtlichen Situation in absehbarer Zeit gewiss auch einiges ändern. Nun, der Umstand, dass die Webseiten selbst unter der Voraussetzung der absoluten Legalität betrieben werden, garantiert dem Spieler natürlich auch entsprechende Sicherheit. Sicherheit in der Abwicklung aller finanziellen Belange ebenso wie im Spielverlauf selbst.

Es soll in der Anfangszeit gewisse Probleme mit der Software gegeben haben, doch allen zur Verfügung stehenden Informationen entsprechend ist die Zufälligkeit in der Verteilung der Spielkarten wie auch die Absicherung gegen Betrug durch Computerprogramme mittlerweile in höchstem Maße garantiert. Dank eines kontinuierlichen Informationsaustausches unter Spielern, sowohl auf den Pokerseiten selbst als auch in internationalen Foren, würde jede Unregelmäßigkeit sehr rasch bekannt werden und zum Vertrauensverlust seitens der Spieler führen. Nachdem sich die Betreiber der Webseiten einer gewissen Sorge um die Sicherheit seitens ihrer Kunden völlig bewusst sind, informieren sie auch im Detail, wie sie sich gegen die verschiedensten Formen möglicher Unregelmäßigkeiten schützen.

Doyle Brunson, einer der besten und erfahrensten Pokerspieler der Welt, zweimaliger Gewinner der World Series of Poker und Autor von zwei bedeutenden Büchern zum Thema, erklärt in seinem kürzlich erschienenen „Super System 2″, dass er zwei Gründe sieht, die gegen das Spiel im Internet sprechen:
1. Es ist schwer, den Gegner einzuschätzen, wenn man ihn nicht vor sich sieht.
2. Das gewonnene Geld kann nicht sofort ausgegeben werden.

Allerdings, dieser Mann, der auf den Pokertischen der Welt zu Hause ist, Millionen von Dollars mit dem Spiel verdient hat, findet zweiundzwanzig Vorteile im Spiel online:
1. Es gibt absolut jederzeit ein Spiel.
2. Man kommt mit Menschen in Kontakt, rund um die Welt, die man ansonsten niemals treffen würde.
3. Auch kurze Zeitspannen, die zur Verfügung stehen, können für ein Spiel genutzt werden.
4. Online-Poker ist eine ideale Möglichkeit für Anfänger, mit dem Spiel vertraut zu werden.
5. Keine Bekleidungsetikette.
6. Für Spieler, die Heads-up-Konfrontationen schätzen, gibt es jederzeit die Möglichkeit dazu, auf speziellen dafür eingerichteten Tischen.
7. Es wird rascher gespielt.
8. Es kann, wenn gewünscht, auf mehr als einem Tisch zur gleichen Zeit gespielt werden.
9. Die Entscheidung (mitgehen, erhöhen, passen) kann vorprogrammiert werden, ohne den Mitspielern verraten zu werden, was das Spiel beschleunigt, am regulären Tisch aber unmöglich wäre.
10. Die Kartenverteilung durch ein gutes Computerprogramm entspricht, nach all den Jahren der Recherchen, dem absoluten Zufallsprinzip, was beim manuell gemischten Paket in diesem Ausmaß nicht möglich ist.
11. Der effektive Prozentsatz der Rake ist online meist deutlich günstiger.
12. Der Spieler erspart sich das Trinkgeld für den Dealer.
13. Die Zeit für die Entscheidung ist begrenzt. Dadurch werden unangenehm lange Wartezeiten, von manchen Spielern an regulären Tischen oft provozierend eingesetzt, vermieden.
14. Nachdem gewinnorientiertes Pokerspiel den Erfolg nicht kurz-, sondern langfristig garantiert, wird, durch das schnellere Spiel, diese Zeitspanne verkürzt.
15. Sie können zu jeder beliebigen Zeit an einem Turnier teilnehmen.
16. Am eigenen Schreibtisch sitzt es sich gemütlicher als am überfüllten Kartentisch.
17. Es kann um extrem niedrige Einsätze gespielt werden, was für ein Kasino unrentabel wäre.
18. Für Übungszwecke kann sogar um virtuelles Geld gespielt werden.
19. Ein hoher Prozentsatz von Teilnehmern an internationalen Turnieren mit hoher Nenngebühr hat sich in einem preisgünstigen Turnier im Internet qualifiziert.
20. Auf vielen Webseiten lässt sich das Kartenpaket auf Wunsch in vier Farben zeigen, was von manchen Spielern bevorzugt wird, sich im regulären Spiel aber nicht durchgesetzt hat.
21. Die Software erinnert jeden Spieler, wann er an der Reihe ist. Verzögerungen durch unkonzentrierte Teilnehmer werden dadurch vermieden.
22. Jeder Spieler kann, ohne Hemmungen bezüglich Fairness, jederzeit den Tisch nach raschen Gewinnen verlassen.

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Der Spielablauf selbst entspricht dem am regulären Tisch im Kasino oder Kartenklub.
Den Voraussetzungen des jeweiligen Tisches angepasst, bucht der Spieler einen bestimmten Betrag von seinem Konto in sein Spielbudget. Die Höhe des Stacks jedes einzelnen Spielers ist für alle anderen, neben dem gewählten Namen (Alias), ersichtlich.

Von den Anfangskarten sind natürlich nur die eigenen einsehbar. Im Gegensatz zum Live-Spiel ist die Zeitspanne, die zum Erbringen des Einsatzes zur Verfügung steht, mit üblicherweise zwanzig bis dreißig Sekunden begrenzt. Unterlässt es ein Spieler, innerhalb dieser Zeitspanne eine Entscheidung zu treffen, so wird dies automatisch als Passen gewertet.

An diesem Punkt möchte ich auf die Wichtigkeit eines verlässlichen Computers mit ebenso verlässlicher Internetverbindung verweisen.

Viele Pokerseiten räumen eine so genannte Disconnect-Protection ein. Bricht die Verbindung während des Spiels ab, so wird der betroffene Spieler eingestuft, als wäre er All-in, und zwar zum Zeitpunkt des Abbruchs der Verbindung. An allen Einsätzen bis zu diesem Zeitpunkt bleibt er beteiligt. Hält er das beste Blatt, gewinnt er damit seinen Anteil.

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Um den möglichen Missbrauch dieser Sicherheitsvorkehrung auf ein Minimum zu reduzieren (absichtliches Abschalten des Computers), wird diese Möglichkeit aber meist nur ein einziges Mal im Laufe von 24 Stunden gewährt. Jeder weitere Verlust der Verbindung während dieser Zeitspanne kommt einem Passen gleich.

Jedes einzelne Spiel ist mit einer speziellen Nummer registriert. Sollte es, wider Erwarten, in einem Spiel zu Missverständnissen kommen, etwa dass ein Spieler glaubt, seine Karten seien in ihrer Wertigkeit nicht entsprechend berücksichtigt worden, so hat er jederzeit die Möglichkeit zu reklamieren. Die Webseiten bieten hier nicht nur die Kommunikation mittels E-Mail an, sondern es steht in fast allen Fällen auch ein vierundzwanzigstündiger Telefondienst zur Verfügung. Der Erfahrung entsprechend gibt es dafür aber so gut wie niemals berechtigten Anlass.

Es mag sein, dass das Spielen am eigenen Computer, im gemütlichen Hausanzug, ohne Anfahrtszeit oder sonstige Vorbereitungen, einen bestimmten Einfluss auf die Spielweise ausüben könnte.

Nachdem wir, als gewinnorientierte Spieler, uns dessen aber völlig bewusst sind, gereicht es uns letztendlich zum Vorteil. Andere denken darüber nämlich nicht in diesem Maße nach.
Also, worauf sollten wir achten?
■ Sich in wenigen Sekunden über einen Einsatz zu entscheiden, dabei nicht Chips zählend, sondern einfach mit der Maus aufs passende Feld zu klicken, führt häufig zu unüberlegten, riskanten Einsätzen. Sind Sie sich dessen immer bewusst! Prägen Sie sich diese Gefahr ein! Das Dollar-Guthaben auf Ihrem Tisch ist kein Monopoly-Geld. Es hat genau den gleichen Wert wie der Geldschein in Ihrer Brieftasche – und kann auch jederzeit, mit nur wenigen Tagen Verzögerung, in einen solchen eingelöst werden.
■ Lassen Sie sich nicht vom Spiel ablenken! Betrachten Sie Ihre Aktivität vor dem Bildschirm immer als ernst zu nehmende Arbeit. Wenn Sie wirklich das Telefon abnehmen müssen, dann unterbrechen Sie Ihr Spiel. Klicken Sie mit der Maus auf „Sitting Out“. Auch wenn Sie Angst haben, die besten Karten zu vermissen. Widmen Sie sich einer Unterhaltung anstatt dem Spiel, sind Sie nicht in der Lage, Ihre Karten optimal auszunützen. Das Gleiche gilt natürlich, wenn Sie von Menschen umgeben sind, wenn Familienmitglieder Ihre Aufmerksamkeit suchen, wenn es an der Tür klingelt. Schauen Sie nicht fern während des Pokerspiels, surfen Sie nicht im Web, lesen Sie nicht Ihre E-Mails. Kurz gesagt, wenn Sie Poker spielen, spielen Sie Poker – und nichts anderes!

■ Spielen Sie nicht, wenn Sie müde sind, überarbeitet, in schlechter Verfassung – oder gar unter dem Einfluss von Alkohol.
■ Schenken Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht der Chatbox. Das Geschriebene anderer kurz zu überblicken, vielleicht aus Höflichkeit „ty“ (thank you) eingeben, wenn jemand Ihr gutes Blatt mit „nh“ (nice hand) lobt, ist genug – wenn überhaupt.
■ Obzwar Doyle Brunson die Möglichkeit, auf mehreren Tischen simultan zu spielen, zu den Vorteilen zählt, gehen Sie damit sehr vorsichtig um. Wenn Sie einen Tisch unter ständiger Beobachtung halten, können Sie die Spielweise Ihrer Gegner wesentlich besser beurteilen.
Oft ist es unangenehm, wenn der Lauf des Spieles durch einen Teilnehmer stark verlangsamt wird, der sich offensichtlich anderen Dingen mehr widmet. Lassen Sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Nutzen Sie die mangelnde Aufmerksamkeit Ihres Gegners zu Ihrem Vorteil.
Sofern Sie in Ihrer eigenen Zeiteinteilung flexibel genug sind, so können Sie die Zeitunterschiede zwischen verschiedenen Ländern gezielt zu Ihrem Vorteil nutzen. Ist es in Mitteleuropa 11.00 Uhr morgens, so ist es in den USA zwischen 02.00 Uhr und 05.00 Uhr früh. Nur wenige Spieler sind zu dieser Zeit in ihrer besten Verfassung!

Doch vergessen Sie niemals: Erkennen Sie selbst Anzeichen von Müdigkeit, so ist zwar die Verlockung, sich mit einer Tasse Kaffee wach zu halten, der falsche Glaube, gut und erfahren genug zu sein, um die Konzentrationsmängel ausgleichen zu können, im eigenen Arbeitszimmer, im gemütlichen Lehnstuhl, unglaublich verlockend. Doch spielen Sie unter solcher Voraussetzung und machen sich die Mühe, Ihr Spiel später zu analysieren, so werden Sie mit Sicherheit feststellen, dass Sie sich in dem einen oder anderen Pot anders verhalten haben, als Sie es getan hätten, wären Sie in besserer Verfassung gewesen.

Von erfahrenen Kartenspielern mag es als Nachteil betrachtet werden, wenn Sie Ihren Gegner nicht vor sich sehen. Die Körpersprache des Pokerspielers zu lesen und zu verstehen ist ein umfassendes Thema, zu dem spezielle Bücher verfasst worden sind. Das hier wohl empfehlenswerteste (nur in englischer Sprache erhältlich) ist: „The Body Language of Poker“ von Mike Caro.

Ja, es ist durchaus richtig, dass es im Verhalten von Spielern Anzeichen gibt, die auf ein gutes oder schlechtes Blatt schließen lassen. Spontanes Bewegen der Augenlider nach dem Blick auf die Karten verrät meist ein gutes Blatt. Längeres Starren ohne Liderbewegung zeigt meist das Gegenteil an. Wenn Spieler bluffen, mag ihr Puls ansteigen, was an der Halsschlagader ersichtlich sein kann. Die Bewegung des Brustkorbes und der dadurch angezeigte Atemrhythmus können verräterisch werden. Übertrieben lässige Gesten, Zurücklehnen im Stuhl, Verschränken der Finger oder aber auch leichtes Zucken der Mundwinkel, plötzliches Kratzen am Körper, können Zeichen von Unsicherheit und Nervosität sein. Chips für einen weiteren Einsatz zu zählen kann ein Hinweis auf einen Bluff sein, während extremes Desinteresse am Geschehen, der demonstrative Blick in den Raum, anstatt auf den Gegner oder den Tisch, in den meisten Fällen auf ein Topblatt verweist.

Nun, all diese Zeichen stehen Ihnen nicht zur Verfügung, wenn Sie von ihrem Gegner nichts anderes sehen als ein kleines Kästchen mit seinem Namen, der üblicherweise auch nicht der richtige ist, und der Summe der zur Verfügung stehenden Chips.

Trotzdem, auch im Internet gibt es gewisse Zeichen zu lesen. Allerdings, so wie es am regulären
Pokertisch möglich ist, im Bewusstsein der üblich verstandenen Bedeutung gewisser Anzeichen, diese absichtlich zur Täuschung des Gegners einzusetzen, so ist dies natürlich noch leichter im Internet möglich. Viele Spieler schenken diesen Merkmalen jedoch wenig Beachtung. Außerdem, beobachten Sie einen Spieler diesbezüglich, über einen längeren Zeitraum hinweg, so werden Sie durch Wiederholung erkennen, ob er es versteht, diese Zeichen als absichtliche Manipulation einzusetzen.
■ Ausgedehntes Nutzen der zur Verfügung stehenden Zeit vor einem ersten Einsatz oder einer Erhöhung ist üblicherweise als Anzeichen eines wirklich guten Blattes zu verstehen. Der Spieler möchte hier zum falschen Schluss verleiten, dass er sich nach langem Überlegen zu einem Bluff entschließt. Wäre er siegessicher, bräuchte er – so möchte er vorgeben – nicht so lange, um sich zu einer Entscheidung durchzuringen.
■ Ein Checken nach ausgedehnter Wartezeit ist meist als Zeichen absolut schwacher Karten zu verstehen. Meist passt dieser Spieler nach einem Einsatz.
■ Extrem schnelles Einsetzen nach dem Fall der Turn- oder Riverkarte ist meist Anzeichen eines guten Kaufs.
■ Die meisten Webseiten bieten die Möglichkeit, die gewünschte Aktion vorzuprogrammieren, also noch bevor Sie an der Reihe sind. Geübte Spieler vermeiden dies grundsätzlich! Nachdem dadurch angezeigt wird, dass die Entscheidung, ob Checken, Mitgehen oder Erhöhen, ohne jegliche weitere Überlegung, also ohne Berücksichtigung der vorangegangenen Aktionen, möglich ist, wird die Wertigkeit des Blattes großzügig bekannt gegeben. (Sollten Sie passen, kann Ihnen natürlich egal sein, was die Gegner von Ihrem wertlosen Blatt denken.)
■ Geschriebene Kommentare (deswegen ist kurze Einsichtnahme auch empfehlenswert), wie etwa: „Schon wieder verlier ich am River!“, „Seit einer Stunde hab ich keine Karte höher als 9!“ oder „Selbst mit A-K kann man an diesem Tisch nicht gewinnen!“ lassen oft auf die Gemütsverfassung des Gegners schließen.
■ Und nochmals möchte ich erwähnen, dass Spieler, die sich offensichtlich anderen Dingen mehr widmen, den Ablauf des Spiels nicht analysieren können. Auch das wird oft in der Chatbox angedeutet. Gelegentlich gibt es sogar Spieler, die am Arbeitsplatz, so ganz nebenbei, sich auch dem Poker widmen!