Kapitalmanagement im Kasino richtig verstehen – Verluste begrenzen

Ergänzend zur Tages- und Einsatzbudgetierung können Sie einige einfache Methoden nutzen, die helfen, dass Sie Ihr Budget nicht überschreiten. Dieser Artikel enthält einige lang bewährte Methoden, die Verluste zu begrenzen.

Verlustgrenzen setzen: Den Hintern an der Wand halten
Vielleicht kennen Sie vorher festgelegte Verlustgrenzen (Stop-Ioss limits) aus Börsengeschäften. Sie verhindern, dass Ihre Anteile ins Bodenlose fallen, indem Sie Ihren Makler instruieren, er solle verkaufen, wenn der Kurs eine bestimmte Grenze unterschritten hat.

Das gleiche Prinzip kann man beim Spiel anwenden. Ein Beispiel dafür ist mein Ratschlag am Anfang, vorab festzulegen, wie viel man insgesamt, pro Tag und pro Einsatz riskieren will. Wenn der vorher festgelegte Betrag verloren ist, heißt es aufhören. Raus aus der Tür, genießen Sie die herrliche Natur des Kurorts und spielen Sie eine Runde Golf.

Nur in Legenden hört man von großen Comebacks, dass jemand nach heftigen Verlusten durch ein paar Supergewinne alles wieder zurückgeholt hat. Und genau dahin, ins Reich der Märchen und Legenden gehören solche Geschichten. Man spielt nicht im Kasino, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder um Rechnungen bezahlen zu können. Spielen im Kasino ist ein Frei- zeitvergnügen und Träume von Riesenvermögen, die im Kasino gewonnen werden, gehören allenfalls in einen Hollywoodfilm (lesen Sie dazu auch den Artikel: Dem Drang widerstehen, Verlusten nachzujagen, und welchen Ärger das bringen kann in diesem Kasino-Artikel).

Zeitliche Grenzen: Zu wissen, Wann es genug ist
Eine andere Einschränkung besteht darin, die täglichen Spielzeiten vorab zu begrenzen. Marathonsitzungen am Spieltisch führen oft ins Desaster. Je länger man spielt, desto wahrscheinlicher wird es, dass man unkonzentriert spielt und die Perspektive verliert.

Spielen Sie nie mehr als zwei Stunden am Stück und spielen Sie nicht mehr als vier bis sechs Stunden über den gesamten Tag. Es ist schon für ausgeruhte, mental fitte Menschen schwer genug, gegen den Hausvorteil zu spielen. Erschöpfte und übermüdete Spieler haben noch geringere Chancen durchzuhalten.
Überlegen Sie sich vorher, wann und welche Pausen Sie einlegen wollen, denn dadurch wird der Kopf wieder klar, was indirekt das Spielkapital schützt. Es scheint offensichtlich, Essenspausen einzulegen, aber erstaunlich viele Menschen vergessen es schlichtweg am Spieltisch. Dabei gibt es Gründe zuhauf. Hier sind nur ein paar:
✓ Waschräume: Trinken Sie viel (nichtalkoholisches), damit Sie häufig zur Toilette müssen. Diese kurzen Unterbrechungen dehnen sowohl Ihre Beine als auch Ihr Spielkapital.
✓ Sport: Selbst der kleinste Marsch durch das Kasino bringt den Kreislauf wieder in Schwung. Noch besser wäre eine Stunde im hoteleigenen Fitnessraum.
✓ Liebe Menschen anrufen: Ihre bessere Hälfte und die Familie schätzen es, hin und wieder angerufen zu werden. Außerdem erhöhen Anrufe die Hemmschwelle, über das Spielbudget hinauszugehen. Zu leicht verliert man beim Spiel den Bezug zur Realität. Ein kurzes Telefonat erinnert uns, was wichtig ist im Leben.

Gewinngrenzen: Ein bisschen zu gewinnen ist besser; als zu Vertieren
Jeder möchte mit Gewinn nach Hause gehen. Gewinnchips einzuwechseln ist ein großartiges Gefühl und letztlich das Ziel eines jeden, der spielt. Aber bitte daran denken – zu den miesesten Gefühlen gehört es, wenn man einen hohen Gewinn (und vielleicht sogar noch mehr) wieder Verblasen hat. Deswegen ist es klug, zu gehen, wenn man eine bestimmte Summe gewonnen hat, denn damit sind zumindest einige Gewinnertage garantiert.

Manche Spieler setzen sich Ziele, wie z. B. sie gehen, wenn sie 50 % oder sogar 100 % zu ihrem Startkapital dazu gewonnen haben. Wenn Sie klugerweise Ihre Profite zum Spielkapital hinzufügen (anstatt das Geld auszugeben) haben Sie einen besseren Puffer für Zeiten, in denen es einmal schlechter läuft.
Nicht vergessen, dass früheres Aufhören niemals auf lange Sicht hilft, weil niemand weiß, ob sich noch positive oder negative Ereignisse einstellen. Aber der psychologische Vorteil, wenn man als Gewinner aufhört, ist enorm.