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Grundsätzliche Strategien beim Hotdem im Kasino


Auch große und berühmte Spieler wie Mike Sexton mögen es. folgenden Satz gebetsmühlenartig in ihre Fernsehkommentare einzuflechten: Texas Hold’em lernt man in Minuten, um es meisterhaft zu beherrschen, braucht man ein Leben lang. Es schaut trügerisch leicht aus und jeder kapiert das Prinzipielle des Spiels auch beim Zuschauen im Fernsehen sehr schnell. Allerdings werden die vielen Nuancen und Facetten des Spiels erst nach einiger Zeit und vielem Nachdenken erkennbar. Eines der größten Missverständnisse – auch durch das Fernsehen verstärkt – besteht darin, dass viele glauben, es gehe nur ums Bluffen und die besten Spieler seien diejenigen, die mit beliebigen zwei Karten all-in gehen. Manche Profis haben Erfolg mit rücksichtsloser Aggression, für normale Spieler ist es allerdings eine schlechte Strategie, besonders bei den kleineren Limits.

Wann man aussteigen muss
Die vermutlich wichtigste Entscheidung kommt im Hold’em vor dem Flop, nachdem man seine beiden Handkarten bekommen hat. Hier passieren die meisten Fehler, die später sehr teuer werden können. Sind die ersten beiden Karten gut genug, um damit zu spielen? Weil man nur zwei eigene Karten hat (die anderen fünf sind für alle da), hängt das gesamte Ergebnis eines Spiels von der Qualität dieser beiden Kleinode ab.
Überprüfen Sie immer wieder Ihren Spielstil auf Lecks (Schwachpunkte, die Sie Geld kosten), die es zu beheben gilt. Viele verschiedene Stile existieren. Ich empfehle für die meisten Menschen – besonders die Anfänger – verhalten (tight) zu spielen. Das bedeutet nicht ängstlich oder schüchtern, sondern Sie sollten sehr wählerisch bei den Startkarten sein, mit denen Sie ins Rennen gehen und Geld riskieren. Der Stil wird nicht immer optimal sein, aber er hält Ihnen eine Menge Probleme vom Hals und bringt Sie auf den Weg, dauerhaft Gewinne einzufahren (lesen Sie dazu Fallstricke im Poker vermeiden, etwas später in diesem Kasino-Artikel, wo einige häufig vorkommende Fehler beschrieben werden).

In Position: Hinten sitzen ist besser
Eine der wichtigsten Bedingungen, die man im Hold’em beachten muss, ist die eigene Position. An einem vollbesetzten Tisch (neun oder zehn Spieler) sind die ersten zwei oder drei Spieler nach den Blinds in früher Position – sie müssen früh agieren. Danach folgen die Spieler vier, fünf und sechs, die mittlere Positionen einnehmen. In mittlerer Position sitzt man etwas günstiger als in früher, weil einige Spieler bereits agieren mussten.

Die letzten beiden Spieler in später Position nennt man im Pokerslang Cutoff und Button. Sie müssen erst agieren, nachdem alle vor ihnen es bereits getan haben. Das ist ein großer Vorteil, der sich auf dem Flop. Turn und River wiederholt (lesen Sie dazu Flops, Turn und der River etwas weiter vorn in diesem Artikel, um zu verstehen, was die Ausdrücke bedeuten).

Die Art von Starthänden, die man spielen kann, hängt sehr stark von der Position ab. K/Kreuz/ J/Kreuz/ würde man häufig aus erster Position wegwerfen, auf dem Button könnte man damit erhöhen. Wenn Sie in später Position spielen und vor Ihnen bringen die meisten nur den big Blind (limpen) oder steigen gleich aus, dann nimmt die Stärke Ihres Blattes zu.