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König Fußball und Wetten dabei

Er bewegt Woche für Woche wahre Menschenmassen. Er ist ein gigantischer Wirtschaftsfaktor – und das nicht nur wegen der Millioneneinnahmen, die über Merchandising-Aktivitäten Jahr für Jahr in die Kassen der Klubs fließen. Selbst auf eine ganze Volkswirtschaft kann der Fußball einen beachtlichen Einfluss nehmen. So gesehen ist es also nicht weiter verwunderlich, dass der Fußball auch im Wettgeschäft ganz oben auf der Hitliste steht. Schätzungen zufolge werden weltweit mehr als zwei Drittel aller Wetten auf dieses ebenso einfache wie attraktive Spiel platziert.

Fußball – die Struktur
Fußball bietet dafür aber auch denkbar ideale Voraussetzungen denn kein zweites Spiel ist über den gesamten Erdball in einer vergleichbaren Dichte organisiert. Kaum eine zweite Sportart ist auf dem Kalender so präsent. Es gibt kaum einen Tag und schon gar keine Jahreszeit, in der nicht irgendwo der Ball rollen würde. Und, so global ist längst auch der Wettmarkt geworden, es gibt kein Spiel, auf das sich nicht der eine oder andere Euro verwetten ließe.
Wobei erfahrungsgemäß vor allem die länderübergreifenden Begegnungen besonderes Interesse auf sich ziehen. Und auch da gibt es kaum eine Zeit, in der der Fußball nicht das eine oder andere brisante Duell zu bieten hätte.
Auch wenn die ganz großen Turniere in eher weiten Abständen anstehen. Eine Fußball-Weltmeisterschaft sorgt alle vier Jahre für Hochspannung, die kontinentalen Titelkämpfe sind in der Regel an diesen Rhythmus angepasst. Für europäische Auswahlteams beispielsweise steht mit Welt- beziehungsweise Europameisterschaft alle zwei Jahre ein neues Highlight auf dem Programm. Und natürlich sind es diese Großereignisse, die allenthalben die mit Abstand größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Doch im Glanz der Titelvergabe könnte man leicht übersehen, dass Turniere wie diese in der Realität schon weit früher ihren Anfang nehmen als es der Fokus der Öffentlichkeit vermuten lässt. Auch die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat de facto schon lange vor dem offiziellen Eröffnungsspiel zwischen dem Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Costa Rica ihren Lauf genommen. Ein Ereignis wie in Deutschland ist nicht mehr als ein Finalturnier, das am Ende einer schier endlosen Kette von Qualifikationsspielen steht.

Von San Marino bis England, von Tonga bis Australien, von Trinidad und Tobago bis nach Brasilien – kaum eine Nation hat ihre Kicker nicht ins Rennen geschickt, in der leisen Hoffnung, dass man irgendwann vielleicht doch dabei sein könnte, wenn es auf die ganz große Bühne geht. Doch der Weg durch die Ausscheidungsspiele, die sich mit wenigen Ausnahmen auf der kontinentalen Ebene bewegen, ist steinig.
Meist sind es nach über 5.000 Begegnungen, die in einem Zeitraum von zwei Jahren über die Bühne gebracht werden, wieder die gleichen großen Namen, die sich bei den finalen Turnieren ein Stelldichein zur Titelvergabe geben. Außenseitercoups wie die geglückte Qualifikation des Karibikstaates Trinidad und Tobago für die Weltmeisterschaft in Deutschland bringen zwar Würze ins Geschehen, sind in der Regel aber rar. Auf der anderen Seite können sich auch große Namen ihrer Sache längst nicht immer sicher sein. Das Ausscheiden der so hoch eingeschätzten holländischen Nationalmannschaft auf dem Weg zum Weltturnier 2002 in Japan und Südkorea ist wohl vor allem deutschen Fußballfans noch in allzu guter Erinnerung.

Und ganz egal ob es die blanken Ergebnisse der vielen Qualifikationsspiele sind, ob es Langzeittipps auf Qualifikanten oder gar den späteren Titelträger sind – die Begegnungen auf internationaler Ebene sind nicht zuletzt durch die Masse des Angebots auch und gerade für Wettfreunde von außerordentlicher Attraktivität.

Was in kaum geringerem Maße natürlich auch für die Wettbewerbe auf Klubebene gilt. Weltmeister der Vereine werden trotz mancher Anstrengungen wohl auch mit Blick auf den dichten fußballerischen Terminkalender nicht ermittelt – bislang spielt lediglich der Gewinner der europäischen Champions League und Südamerikas Nummer eins den Weltpokalsieger aus. Doch zumindest auf kontinentaler Ebene messen die Vereine auch staatenübergreifend regelmäßig ihre Kräfte. Wobei traditionell die europäischen Klubwettbewerbe weltweit die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen – was sich natürlich in einem entsprechend umfangreichen Wettangebot widerspiegelt.

Es ist noch gar nicht lange her, da bot der Europäische Fußball-Verband (UEFA) Vereinen aus seinen Mitgliedsländern immerhin drei verschiedene Wettbewerbe an. So ermittelten die jeweiligen Landesmeister im Europapokal der Landesmeister, der seit geraumer Zeit zur Champions League umbenannt wurde, den Europameister der Vereine. Die Gewinner der nationalen Pokalwettbewerbe durften sich wiederum im Europapokal der Pokalsieger messen. Und für jene Klubs, die es auf nationaler Ebene zwar nicht zu einem Titel, aber zu einem vorderen Tabellenplatz brachten, blieb immerhin der UEFA-Cup.

Doch die internationalen Funktionäre erkannten, dass aus dem Wettbewerb der Meister mehr zu machen war als nur ein schnöder Pokalwettbewerb. Die Europameisterschaft der Vereine wurde zu einer regelrechten Europaliga umfunktioniert, für die jede Nation abhängig von der Stärke ihrer nationalen Liga bis zu vier Vertreter entsenden durfte.

Was die beiden alternativen Wettbewerbe unweigerlich abwerten musste: Die UEFA zog deshalb die Konsequenz und reduzierte das Programm auf zwei Turniere der Europapokal der Pokalsieger wurde abgeschafft – nationale Pokalgewinner dürfen heute im UEFA-Cup ihre Künste zeigen. Wobei der „kleine“ Europapokal naturgemäß kein vollwertiges Gegengewicht zur alles überstrahlenden Champions League ist. Die Auftritte der Superstars im Trikot des FC Chelsea, von Real Madrid, dem FC Bayern, Juventus Turin oder dem FC Liverpool ziehen den Löwenanteil der öffentlichen Aufmerksamkeit auf sich. Was sich natürlich auch im Angebot der Buchmacher niederschlägt. Während in der Champions League in der Regel auch die Partien ohne deutsche Beteiligung Gegenstand unzähliger Wettoptionen sind, haben die Anbieter für den UEFA-Cup oft nur ein Basisprogramm zu bieten.

Das große Wettgeschäft ist nun mal immer nah am Publikumsgeschmack. Wettbewerbe, die eine große Öffentlichkeit haben, stehen zwangsläufig auch bei den Buchmachern stark im Vordergrund. Das ist natürlich auf nationaler Ebene nicht anders. So sind selbst die nationalen Pokalwettbewerbe wie der DFB-Pokal im Programm der Wettanbieter weitgehend nur schönes Beiwerk. Wirkliche Massen zieht der kleine Wettbewerb des deutschen Profifußballs erst an, wenn er sich der Entscheidung nähert: in der Runde der letzten Acht vielleicht, im Halbfinale und natürlich im Finale, das normalerweise eine Woche nach der Kür des Deutschen Meisters im stimmungsvollen Berliner Olympiastadion ausgetragen wird. Spätestens diese Partie wird von den Buchmachern per Wettoptionen in so ziemlich alle erdenklichen Details zerlegt. Eine Partie wie diese ist es dementsprechend natürlich auch, die die Umsätze der Branche noch einmal sprunghaft ansteigen lässt.

Das absolute Vorzeigeprodukt des deutschen Fußballs – und damit natürlich auch im primären Fokus des Wettgeschäfts – ist jedoch die Bundesliga. Die Treffen von FC Bayern, Werder Bremen, Schalke 04 und Co. sind es, die Saison für Saison Millionen Menschen in die Stadien und vor die Fernsehgeräte ziehen. Sie sind es natürlich auch, aus denen die Buchmacher ihre meisten Inhalte beziehen. Von der Langzeitwette bis zur Ergebniswette, von der Live-Wette bis zur Einzelwette – es gibt nichts, worauf sich nicht wetten ließe, wenn es um Deutschlands Elitekicker geht.
Dabei besteht das Profigeschäft natürlich nicht nur aus der ersten Liga. Im Gegenteil, in Deutschland sind seit der Gründung einer eigenen Spielbetriebs-GmbH unter dem Begriff „Die Bundesliga“ neben den 18 Bundesligisten auch die 18 Zweitligisten zusammengefasst. Und deren Auftritte finden nicht zuletzt durch regelmäßige sportliche Ausflüge von Publikumsmagneten wie dem 1. FC Köln oder dem TSV 1860 München eine zunehmend größere Beachtung. Wo Interesse ist, da sind auch Wetten – natürlich haben bwin & Co. das Unterhaus des deutschen Profifußballs längst für sich entdeckt.

Natürlich können Fans und Interessierte ihr Geld längst auf so drängende Fragen verwetten wie: Wer sind denn nun die drei Glücklichen, die sich am Ende der Saison erstklassig nennen dürfen? Wer sind die vier Frustrierten, die zumindest ein Jahr lang eine Liga tiefer ans Werk gehen müssen? Oder wer ist der Torjäger, der sich mit seiner Treffsicherheit für ein Engagement auf höherer Ebene empfiehlt? Wenn es um einzelne Spiele geht, dann bieten die Buchmacher inzwischen auch abseits der im Fernsehen präsenten Topspiele zumindest ein Basisprogramm feil. Zumindest auf Sieg oder Niederlage kann auch bei den Auftritten von Erzgebirge Aue, Wacker Burghausen oder Eintracht Braunschweig immer gewettet werden.
Und sogar nach der Drittklassigkeit muss inzwischen längst nicht mehr vergeblich gesucht werden. Was natürlich viel mit dem Bedeutungsaufschwung zu tun hat, den die Regionalligen durch die Reduzierung auf eine Nord- und eine Südstaffel genommen haben. Nicht genug damit, dass sich in diesen Klassen neben den vielen „Reserven“ der Profiklubs auch manch ein prominenter Verein wie der FC St. Pauli oder die Fortuna Düsseldorf tummelt. Die Regionalliga ist auch für manch einen prominenten Spieler ein willkommenes Betätigungsfeld geworden. Auf die Zuschauerzahlen hat sich das denkbar günstig ausgewirkt, und dementsprechend haben die in Deutschland operierenden Wettanbieter in der Regel auch die Regionalliga im Programm. Und für zahlreiche Wetter wird die Regionalliga gerade für die lukrativen Kombinationswetten eine zunehmend populäre Spielwiese.

Wobei es natürlich nicht immer einfach ist, sich ein ausreichend genaues Bild von den tatsächlichen Kräfteverhältnissen in der Drittklassigkeit zu verschaffen. Wer sich hier nicht heranwagen will, der ist möglicherweise mit einem Blick über die Grenzen besser bedient denn schon lange ist in den nationalen Medien auch das internationale Geschehen vermehrt in den Blickpunkt gerückt. Wobei naturgemäß Europas so genannte Superligen neben der deutschen Bundesliga im Brennpunkt stehen. Die Eliteklassen in Spanien, England, Italien und in Frankreich werden in den Zeitungen und Zeitschriften mit regelmäßigen Berichten und Meldungen bedacht der Fernsehsender Premiere World hat regelmäßige Live-Übertragungen von den großen Schauplätzen Europas zwischen Old Trafford, dem Giuseppe-Meazza Stadion oder dem Stadion Santiago Bernabeu im Angebot.
Der Spartensender DSF liefert Woche für Woche mit Magazinsendungen Einblicke ins große Geschehen. Stoff gibt es genug. Und das nicht nur, weil die europäischen Vorzeige-Ligen mit denkbar unterschiedlichen Spieltagen wie Mittwoch, Freitag, Samstag oder Sonntag praktisch täglich für neues Fußball-Vergnügen sorgen. Auch nicht nur, weil jene Topligen teilweise umfangreicher sind als die Bundesliga: Englands Premier League und die spanische Primera Division umfassen derzeit je 20 Vereine.

Natürlich haben auch diese Nationen alternativ zum reinen Ligabetrieb einen Pokalwettbewerb im Angebot, in dem sich die Teams der zwei bis drei besten Spielklassen im Land um den zweiten Titel streiten. England meint es in dieser Hinsicht besonders gut. Das Mutterland des Fußballs bietet abseits der Meisterschaft gleich eine ganze Reihe Pokalwettbewerbe an. Wobei zugegebenermaßen nur zwei davon eine echte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Allen voran der FA-Cup – das Pendant zum deutschen DFB-Pokal ist nicht weniger als der älteste Pokalwettbewerb der Welt. Stolze 600 Teams können für den Wettbewerb ihre Meldung abgeben. Wer am Ende ganz oben steht, hat sich nicht nur für den UEFA-Cup qualifiziert, sondern darf auch noch mit dem Landesmeister das FA Community Shield ausspielen – eine Art Supercup des englischen Fußball-Verbandes. Nicht viel weniger angesehen ist der League Cup. Pokalwettbewerb Nummer zwei eben, bei dem die 92 Vereine der höchsten englischen Ligen ihre Kräfte messen dürfen. Leicht zu erraten: Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht auch einer dieser Wettbewerbe Stoff für das eine oder andere Wettangebot böte.

Und es muss nicht immer eine Superliga sein: Wer will, kann den Blick auch auf weniger exponierte Fußball-Regionen Europas beziehungsweise der Welt richten.

Ob es nun prominentere Fußball-Nationen wie Portugal, Schweden, Tschechien, Holland, Russland, Brasilien, Argentinien oder Mexiko sind, die mäßig beachteten wie Rumänien, Österreich, Jugoslawien, Japan und Paraguay oder auch vermeintliche Fußball-Zwerge wie Zypern, Malta, China, Saudi-Arabien, Costa Rica oder Trinidad und Tobago – kaum eine nationale Liga lässt sich dank der Globalisierung der Medienwelt nicht zumindest qua Statistik in Augenschein nehmen.

Und das kann für den ausgemachten Fußballfan unter den Wettfreunden bisweilen eine durchaus wichtige Angelegenheit sein. Schon alleine wenn es darum geht, Fußballwetten zum ganzjährigen Vergnügen werden zu lassen denn die beim Wetten im Fokus stehenden Ligen haben ebenso wie die meisten internationalen Wettbewerbe bisweilen quälend lange Pausenzeiten. Die Bundesliga beispielsweise nimmt traditionell ihren Spielbetrieb im August eines Jahres auf, legt von Mitte Dezember bis Ende Januar eine sechswöchige Winterpause ein und kürt schließlich Ende Mai oder Anfang Juni ihren neuen Meister. Abseits möglicher internationaler Großereignisse wie Welt- oder Europameisterschaften ist die so attraktive Zeit zwischen Juni und August fußballerisches Brachland. Nur gut eigentlich, dass sich so manch ein nationaler Verband diesem Rhythmus hartnäckig widersetzt.
In Staaten wie Russland, Dänemark, Schweden oder Finnland rollt der Ball orientiert am Kalenderjahr. Hier wird der Spielbetrieb abhängig von den klimatischen Bedingungen meist im Februar oder März aufgenommen und geht im November oder Dezember mit der Kür des Meisters zu Ende. Was einzig mit Blick auf die Beteiligung an internationalen Wettbewerben kritisch gesehen wird. So müssen jene Ligen im Falle einer Qualifikation der jeweiligen Nationalmannschaft für ein internationales Großereignis für dessen Verlauf den Spielbetrieb aussetzen.
Bei internationalen Klubwettbewerben treffen gerade in den entscheidenden spätwinterlichen Runden Teams, die noch in der Saisonvorbereitung sind auf voll im Spielbetrieb stehende Vertretungen. Was indes nicht unbedingt immer nachteilig sein muss. Erst 2005 etwa setzte sich ZSKA Moskau mit dem UEFA-Cup immerhin die kleine europäische Krone auf.