Der Weg zum Pokerstar ist nicht leicht – Pokerstrategien für fortgeschritten

Pokern ist keine Schlacht mit Wattebällchen, sondern es geht um Geld. Und ähnlich wie bei vielen Sportarten geht es auch beim Pokern im Wettkampf ganz anders zu als im Training. Um eines Tages auf einem Turnier so richtig auftrumpfen zu können, solltest du deshalb so oft pokern, wie es nur geht. Dabei gibt es völlig verschiedene Formen, wo und wie man um das liebe Geld spielen kann: ob auf einem Turnier, im Casino, im Internet oder auf der eigenen Pokerparty-jede Spielform hat ihre eigenen Reize …

Online Poker
Seine derzeit enorme Popularität verdankt das Pokern in erster Linie dem Online Poker, dem virtuellen Spiel gegen unsichtbare Gegner. Hier können sich auch Amateure „mit an den Tisch“ setzen, dabei ihre eigenen Fertigkeiten verbessern und ohne allzu hohes finanzielles Risiko ihre eigenen Grenzen ausloten. Ein entscheidender Vorteil gegenüber den offiziellen Turnieren oder den Cash-Games liegt in der Natur der virtuellen Welt begründet: Dank der eingesetzten Software sind die Regeln im Internet viel schneller erlernbar, denn der Spieler weiß beispielsweise sofort, wer nun mit Setzen an der Reihe ist. Zudem wird dank der maschinellen Abwicklung viel schneller gespielt.

Ein enormer Anreiz für Pokerfans sind Internet-Plattformen wie Full Tilt Poker oder PokerStars auch schon allein deshalb, weil unter den Mitspielern in schöner Regelmäßigkeit auch echte Profis sitzen. Wann hat man sonst schon einmal die Gelegenheit, sich mit Spielern wie Katja Thater oder Matthias Keiner zu messen?

So reizvoll dies auch alles ist, so hat das Spiel am Bildschirm auch einige Nachteile: Wenn professionelle Gambier mitspielen, sinken die eigenen Gewinnchancen natürlich gewaltig, denn in den Regeln und der Strategie unterscheidet sich Online Poker nicht vom „echten“ Spiel auf dem grünen Filz. Viele empfinden diese Spielvariante sogar als schwieriger, weil die Möglichkeit, den Gegner zu „lesen“ fast gänzlich wegfällt. Emotionen oder körperliche Reaktionen übermittelt der Computer schließlich nicht, so dass man bei der Einschätzung seiner Mitspieler ganz und ausschließlich auf deren jeweilige Spielweise angewiesen ist. Da hat selbst so mancher Profi dran zu knabbern.

Weitere Gefahren des Online Poker sind die sogenannten „Bots“ – Computerprogramme, die angeblich mitspielen, dabei am laufenden Band Wahrscheinlichkeiten und andere Spielparameter berechnen und kaum zu bezwingen sind. Ihre Existenz ist wahrscheinlich, wenn auch nicht bewiesen, und fraglich ist auch, ob sie tatsächlich in nennenswerter Zahl im Einsatz sind.

Definitiv falsch ist übrigens die Behauptung, beim Online Poker hätten Falschspieler keine Chance – denn wer kann garantieren, dass sich zwei beteiligte Spieler nicht per Telefon oder in einem Chat absprechen? Zwar wird mittels der sogenannten IP-Adressen laufend überprüft, ob nicht zwei Spieler aus demselben Flaushalt mitspielen, aber eine Garantie gegen Betrug ist dies leider noch lange nicht.

Fazit: Online Poker ist eine schöne Sache, wenn man einige Regeln beachtet. Am besten spielst du bei Online-Pokerspielen mit, die nichts kosten. Dann kann es ein wunderbares Trainingsfeld sein.

Ansonsten sollte dein Spielkonto deine finanziellen Möglichkeiten nicht übersteigen, du solltest nicht zu viele Stunden am Computer verbringen und dich vor dem Einstieg gründlich informieren. Auch das funktioniert im Internet recht gut: Pokerworld24 oder Pokergame Community sind Platt-formen, auf denen man Rat und Hilfe erfährt, sich mit anderen austauschen kann und das eine oder andere Probespiel ohne finanzielles Risiko absolvieren kann.

Homegames
Das schönste Pokerspiel ist jenes, das man zusammen mit Freunden am heimischen Küchentisch durchzieht. So jedenfalls lautet die am häufigsten gehörte Meinung zu den verschiedenen Spielmöglichkeiten – und falsch ist dies sicherlich nicht. Man ist mit netten Menschen in vertrauter Umgebung und bekommt seine Spur Nervenkitzel – was könnte netter sein? Stimmt schon, aber einiges gilt es auch zu beachten:

1. Du darfst als Gastgeber fungieren, nicht aber als „Veranstalter“ auftreten. Denn wenn du von deinen Gästen Teilnahmegebühren verlangst oder einen bestimmten Anteil der Einsätze oder des Pots für die „Bank“ forderst, machst du dich des unerlaubten Glücksspiels schuldig – es sei denn, du besitzt eine entsprechende Konzession.
2. Natürlich darfst du mit Freunden pokern, aber achte bitte auf die Art der Einsätze. Wenn du um Geld spielst, ist es empfehlenswert, von vornherein ein festes Limit für jeden Mitspieler festzulegen – wenn er sein Geld verloren hat, dann ist für ihn Schluss und er scheidet aus. Ansonsten wird aus einem solchen Spaß schnell unangenehmer Ernst. Eigentlich empfiehlt es sich ohnehin nicht unbedingt, um Geld zu zocken. Nein – wir wollen kein neues Plädoyer für Strip Poker halten, aber wäre es nicht auch eine hübsche Variante, wenn bestimmte Chipmengen m bestimmte Gewinne repräsentieren? In WGs wird zuweilen um Spüldienste oder Staubsaugen gespielt: Zehn Chips bedeuten einen Tag Spülen für alle – 50 Chips stehen für eine ganze Woche.

3.Wenn du der Gastgeber bist, verleih deinen Pokerparties doch ein bisschen mehr Schwung und Flair! Anregungen dazu findest du im nachfolgenden Poker-Artikel.

Das Cashgame im Casino
Hier riecht es wirklich nach Barem! Auch in dieser Version spielt man üblicherweise mit Chips. Anders als beim Turnier kann man die Chips beim Cashgame allerdings mit Bargeld gleichsetzen. Wer will, kann im Casino jederzeit einen beliebigen Betrag in Chips wechseln, sich an einen freien Platz setzen und so lange mitspielen, wie er will. Wer keine Lust mehr hat, schuldet den Mitspielern keine Erklärung – er schiebt dem Dealer ein Trinkgeld zu, steckt seine Chips ein, steht auf, verabschiedet sich und wechselt die verbliebenen Chips an der Kasse auf Euro und Cent zurück.

Das Pokerturnier
Pokerturniere werden immer beliebter und dementsprechend auch immer häufiger angeboten. Hier hast du die Gelegenheit, dich mit vielen anderen Spielern zu messen und dein Können unter Beweis zu stellen – das ist Adrenalin pur!

Bei einem Pokerturnier tritt jeder Spieler mit der gleichen Menge an Chips an. Der dafür nötige Buy-In können zum Beispiel 100 Chips sein, die man für 5 Euro kauft. Das Ziel im Turnier ist, den Mitspielern alle Chips abzunehmen. Wer keine Chips mehr hat, ist aus dem Rennen. Der Sieger geht aber anschließend nicht zu einer Kasse – wie so oft in Filmen zu sehen -, um die Chips in Bargeld umzutauschen. Es gibt vielmehr einen Verteilungsschlüssel, der festlegt, wie viel der Gewinner und die Platzierten bekommen. Dieser Schlüssel enthält in der Regel auch ein Stückchen vom Kuchen für den Veranstalter.