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Pokerjargon und die wichtigen Begriffe verstehen – Pokerstrategien für fortgeschrittene

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Wer angibt, hat mehr vom Pokern. Wirklich gute Spieler können es sich leisten, ganz einfach unverschämt zu lügen und zu bluffen, während sie dir treuherzig in die Augen sehen und so tun, als ob – wobei es keine Rolle spielt, was dieses „ob“ auch immer sein möge. Mittelmäßige Spieler bluffen gelegentlich ein bisschen, halten sich dabei selbst für dreist, sind es aber nicht, weil sie sich nicht so recht trauen. Deshalb bleiben sie auch meist im Netz der eigenen Verzagtheit hängen.

Unbedarften Anfängern hingegen winkt ungeahnter Erfolg, wenn sie nur frech genug mit fachgerechtem Vokabular um sich werfen. Das schüchtert selbst den abgebrühten Profi ein und drückt jeden Anfänger platt an die Wand. Wer dieses Glossar nicht fehlerfrei herunterbeten kann, sollte sich deshalb besser gar nicht erst an den Spieltisch wagen.

ABC-PlayerDieser Spieler spielt ungefähr so, wie ein Erstklässler spricht oder schreibt. Da weiß man doch, was für einen Gegner man vor sich hat, weil er stur nach System spielt. A-B-C-mäßig eben.
AnnaNach dieser ehemaligen russischen Profi-Tennisspielerin
Kournikovawerden auch die Handkarten aus Ass und König genannt: sieht gut aus, verliert aber oft.
Base-DealingDas ist bodenloser Basis-Betrug! Der Dealer schaut sich beim Mischen unauffällig die unterste Karte des Stapels an zieht diese beim Austeilen heraus und bedient sich damit selbst. Oder er schanzt sie einem eingeweihten Mitspieler zu, mit dem er später Halbe-Halbe macht.
ChipsNicht jeder Mitspieler schätzt auf den Karten das farben­frohe Gemisch von Salz, Paprika und Fett, das mitgebrachte Chips verursachen. Die Ersatzchips aus Plastik können bes­tenfalls Geld ersetzen, sind aber kulinarisch wertlos.
Dead HandEine Hand, die nicht mehr spielt und folglich keinen Anspruch mehr auf den Pot erheben kann. Die früher beliebte Sitte, sie mit einem Schwerthieb abzuhauen, ist neuerdings weitgehend aus der Mode gekommen.
FoldGeschickt vom englischen Wort „to fold“ abgeleitet, bedeu­tet dieser Ausdruck, dass man die Karten fein säuberlich zusammenfaltet und dann unauffällig beiseitelegt. Wird oft von der Formulierung „Das kann ich mir knicken!“ beglei­tet, was die gleiche Behandlung der Karten beschreibt.
German

Virgins

Deutsche Jungfrauen stehen im Ausland offenbar in dem Ruf, sich vornehmlich mit einem klaren und vernehmlichen „Nein! Nein!“ zu artikulieren. Irgendwie klingt das Startblatt 9-9, englisch ausgesprochen, in dieser Richtung assoziationsauslösend.
HangerEin selten dämlicher Dealer, der sich beim Schummeln erwischen lässt! Erst recht, wenn er beim Versuch, eine Karte unauffällig aus dem Kartenstoß zu ziehen, dabei so unglücklich hängenbleibt, dass andere Spieler dies sehen können. Erspare dir diese Peinlichkeit!
Idiot Endlässt sich frei mit „Idiotenende“ übersetzen. Wer sich freiwillig an das untere Ende einer Straße setzt, braucht sich nicht zu wundern, wenn man ihn als Hohlkopf, Simpel oder Schwachkopf bezeichnet oder ein beliebiges passendes Synonym wählt.
Junk-Handist bei Karten das, was beim Essen das entsprechende Food bezeichnet. Kann und soll man vergessen!
Late PositionAnders als in der Oper oder im Bundestag sind beim Pokern die Plätze der Hinterbänkler begehrt. Weil die Devise gilt: wer spät setzt, setzt am Besten, gilt auch der Satz: wer spät sitzt, sitzt am Besten.
M-RatioGibt in einem Pokerturnier das Verhältnis der eigenen Chips zu der Summe der Blinds und Anten an. Wenn man zum Beispiel 29.841 Chips hat und die Blinds betragen 2025/ 4050, so beträgt die M-Ratio (aufgerundet!) 4,9121. Eine sehr hilfreiche Information! Echte Könner erkennt man daran, dass sie salopp stets nur von „M“ sprechen.
NiedrigesHat nichts mit bildungsfernen Schichten zu tun. Aber es
Paarreicht auch hier meist nicht ganz zum großen Durchbruch. Ein Siebenerpärchen. Oder noch dürftiger…
OmahaDie größte Stadt des US-Bundesstaates Nebraska mit knapp einer halben Million Einwohnern wurde nach dem India­nerstamm der Omaha benannt. Diese lehnten Texas Hold’em aus religiösen Gründen ab. Jahrelang kämpfte der Stamm um die Aufnahme seiner Form des Pokerns in die Verfassung der Vereinigten Staaten. Angeblich waren die Bemühungen nicht erfolgreich.
Pocket Cardsa/ Die beiden verdeckten Karten, die Jeder Spieler auf die Hand bekommt.

b/ Die beiden Karten, die ein versierter Spieler stets vor­sorglich in der Tasche haben sollte – daher der Name Pocket Cards -, um sie bei passender Gelegenheit aus dem Ärmel zu ziehen.

Rabbit

Hunting

Der Versuch, einen Haken schlagenden Hasen im freien Lauf zu erwischen, ist ähnlich aussichtsreich einzuschätzen, wie der, Kapital aus dem Wissen zu schlagen, welche Karten noch gekommen wären, obgleich die Runde schon vorbei ist.
Sandwich

Effect

beschreibt die tiefschürfende Erkenntnis, dass es eher ungünstig für einen Spieler ist, wenn nach ihm noch viele Mitspieler an der Reihe sind, weil sich diese dann in aller Gemütsruhe auf die Aktionen des gesandwichten Spielers einstellen können.
Under-FullDas lausigste überhaupt mögliche Full-House.

In der Sprache der Immobilienmakler auch gerne als Leerstand bezeichnet.

VerdecktEine Karte, die so liegt, dass man nur ihre Rückseite sieht, sodass man ihre Bildseite nicht erkennen kann.
Viele ChipsWenn man in einem Turnier aufgrund einer unverdienten Glückssträhne weit mehr Chips vor sich liegen hat als es der Qualität G der Spielweise entspricht.
Wenige ChipsWenn man in einem Turnier aufgrund einer unverdienten Pechsträhne weit weniger Chips vor sich liegen hat, als es der an sich brillanten Qualität der Spielweise entspricht.
X für ein Uoder sonst etwas vormachen: Wird üblicherweise als Bluff bezeichnet.
ZombieEin Spieler, der nicht lesbar ist. Jeder Spieler sollte lesbar sein. Das gebietet schon die Pokeretikette.