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Radsport-Wetten Angebote

Eine alte Weisheit besagt, dass es nicht viel mehr als eines geeigneten Helden bedarf um eine Sportart über Nacht zum Publikumsrenner zu machen. Wenn es für diesen alten Spruch einen Beleg bedürfte, der deutsche Radsport hätte ihn allemal zu bieten denn wann immer ein Athlet in den Farben Schwarz-Rot-Gold in der internationalen Radsportszene erfolgreich in Erscheinung trat – die Begeisterung ließ nicht lange auf sich warten. Vor allem dann, wenn die Erfolge mit jenen drei Wochen im Juli zu tun hatten, die nicht nur ausgemachte Radfans Jahr für Jahr dick im Kalender anstreichen: der Tour de France, dem anerkannt schwierigsten Radwettbewerb der Welt. 1977 etwa gewann der blutjunge Hesse Dietrich Thurau gleich den Auftaktprolog und versetzte ein ganzes Land in den Ausnahmezustand, weil er das gelbe Trikot des Gesamt-Spitzenreiters immerhin 13 Tage lang verteidigen konnte. 20 Jahre später machte es ein anderer noch besser: der gebürtige Rostocker Jan Ullrich. 1996 schon fast unbemerkt auf Platz zwei geradelt, schlug er sogar seinem Kapitän Bjarne Riis im Trikot des Teams „Telekom“ ein Schnippchen und holte sich als erster Deutscher den Gesamtsieg bei der Tour de
France.

Radsport – die Struktur
Keine Frage – sie ist das alles überstrahlende Rad-Ereignis, diese Tour. Auf den gut 3.000 Kilometern durch Frankreich werden Helden gemacht und gelegentlich auch Helden zerstört. Und was immer die Verantwortlichen des Radsport-Weltverbandes Union Cycliste Internationale (UCI) auch versuchten – mit keinem anderen Wettbewerb, dementsprechend auch zu keiner anderen Jahreszeit, vermochten sie ein derart großes Interesse auf die Taten der Zweiradhelden zu lenken wie mit der Tour de France. Und so richten naturgemäß auch die Wettanbieter die mit Abstand größte Aufmerksamkeit auf diese Tour de France. Dazu passt
auch der Zeitraum, in dem die weitbesten Radfahrer durch Frankreich ziehen: Im Juli pausiert meist selbst der große Fußball.
Doch natürlich ist der Radsport weit mehr als nur diese mörderische Kilometerhatz durch unser Nachbarland. Kaum ein Wochenende, ja kaum ein Tag vergeht, an dem nicht zumindest manch einer der Besten irgendwo Ausdauer oder Sprintstärke beweisen würde. Um den Rahmen nicht zu sprengen, wollen wir uns an dieser Stelle auf die höchste Ebene konzentrieren. Die UCI selbst hat eine Kategorisierung der unter ihrem Dach veranstalteten Wettbewerbe vorgenommen. Das Ergebnis: Die Ende 2004 aus der Taufe gehobene UCI ProTour umfasst jene Rennen, die heute in die Rad-Weltrangliste einfließen. Enthalten sind die 27 wichtigsten Rennen der Welt, die, vom rasanten Eintagesrennen bis hin zur aufreibenden Etappenfahrt, alle wesentlichen Facetten des Radsports wiederspiegeln. Es sind jene Rennen, die die größte Öffentlichkeit auf sich ziehen und die damit auch am ehesten Gegenstand für Angebote der Buchmacher sind.
Wobei zu beachten ist, dass die Serie in ihrer Gesamtheit und die damit verbundene Rangliste – auf diesen Aspekt kommen wir später noch einmal genauer zu
sprechen – längst nicht für alle Fahrer der Weltklasse von besonderem Interesse ist denn wer allzu viel Gewicht auf die vielen Eintagesrennen legt oder zu viel Kraft bei den verschiedenen Rundfahrten verbraucht, der wird sich bei den ganz besonderen Saisonhöhepunkten kaum in Bestform präsentieren können.
Und es ist nun einmal so, dass es im Radsport Wettbewerbe gibt, die das sonstige Programm klar überstrahlen. Damit ist nicht etwa die Weltmeisterschaft gemeint, in deren Rahmen einmal jährlich die begehrten „Regenbogen-Trikots“ für den besten Straßen- und Zeitfahrer vergeben werden. Nein, ganz oben in der Wertigkeit stehen jene drei Rundfahrten, bei denen sich die Zweirad-Asse über einen Zeitraum von jeweils drei Wochen beweisen müssen. Allen voran steht natürlich jene Rundfahrt, bei der schon einzelner Tag im Trikot des Spitzenreiters so etwas wie einen Ritterschlag bedeutet: die Tour de France, das jährliche Königsrennen des Radsports.
Der Tour haben Ausnahmekönner wie der Amerikaner Lance Armstrong alles untergeordnet was das Jahr zu bieten hätte, auch Deutschlands Star Jan Ullrich richtet seine Saisonplanung nach seinem Triumph von 1997 einzig und allein auf einen zweiten Griff nach dem Gesamtsieg aus. Nur logisch eigentlich, dass auch die UCI die Tour de France formell über alles stellt was der Radsportkalender zu bieten hat. Neben allen lukrativen Preisgeldern kann sich derjenige, der am Ende auf den Champs-Elysees in Paris ganz oben auf dem Siegertreppchen steht, satte 100 Punkte für die Jahreswertung der UCI ProTour gutschreiben lassen. Möglicherweise auch noch einige mehr, denn auch ein Etappensieg wird noch einmal mit zehn Extrapunkten belohnt.

Leicht zu erraten, dass die Tour de France auch bei den Wettanbietern das alles überragende Radereignis ist. Kaum ein Wettbewerb taucht so konstant in den Programmen auf. Kaum haben die Rad-Asse die Ziellinie in Paris passiert, können schon die ersten Einsätze auf den Sieger des nächsten Jahres und die Platzierten abgegeben werden. Egal ob es um den Gesamtsieg, die jeweiligen Tagessieger oder so manch ein Live- Ereignis geht – es gibt kaum etwas, das nicht im Angebot der Buchmacher zu finden wäre. Nicht zu vergessen natürlich die verschiedenen anderen Trikots, die wie bei so vielen Rundfahrten auch bei der Tour de France vergeben werden der beste Jungprofi, der beste Bergfahrer, der beste Sprinter – hier ist übrigens in Erik Zabel ein Deutscher mit sechs Siegen in Serie der große Rekordhalter – gehören zu den Einzelwertungen, die gerade während einer laufenden Tour munter betippt werden können.

Was das öffentliche Interesse anbelangt, stehen schon deutlich hinter der Tour de France zwei Wettbewerbe, die sich in der Wertigkeitsskala der UCI die zweite Stufe teilen. Dabei verlangen auch der im Mai anstehende Giro d’Italia und die im September ausgetragene Spanien- Rundfahrt den Protagonisten drei Wochen lang den letzten Einsatz ab. Auch sie sind regelmäßig große Treffpunkte der Stars. Doch die wahren Radsport-Legenden vom Schlage eines Eddy Merckx, Bernard Hinault oder Lance Armstrong haben ihre Aufmerksamkeit schon immer auf die Tour und nur auf die Tour gerichtet.

Bei entsprechender Besetzung erzielt sogar die üblicherweise im August ausgetragene Deutschland-Tour eine größere Öffentlichkeitswirkung als die beiden großen Rundfahrten in Italien und Spanien. Da stört es auch nicht, dass das größte deutsche Radrennen gemeinsam mit neun anderen übers Jahr verteilten Etappenfahrten nur auf Platz drei der UCI-Wertigkeitsskala steht: Der Gesamtsieg wird „nur“ mit 50 Punkten, ein Etappenerfolg mit 3 Zählern für die Rangliste belohnt. Es ist auch nicht wichtig, dass sich das Programm nur über eine Woche erstreckt.

Das Radereignis vor der eigenen Haustüre lässt die Radeuphorie nur wenige Wochen nach dem Ende der Tour de France zuverlässig noch einmal auflodern. Vor allem natürlich dann, wenn gerade die deutschen Stars zum Angriff auf den Gesamtsieg blasen den Buchmachern kann das Interesse nur recht sein – 2005 etwa begleiteten sie den (vergeblichen) Angriff von Jan Ullrich auf das gelbe Trikot mit einem ähnlich umfangreichen Angebot wie bei der Tour.

Und dann sind da noch die verschiedenen Eintagesrennen, bei denen die Stars der Szene immer wieder ihre Klasse zeigen können. 14 solcher Veranstaltungen hat die UCI ihr wichtiges Gütesiegel verliehen. Wobei die Hochphase klar im Frühjahr liegt, wenn die Straßensaison mit zahlreichen echten Klassikern ihren Anfang nimmt. Die heißesten Anwärter auf den Gesamtsieg bei der Tour de France mögen hier meist noch fehlen oder eher zum Formaufbau ohne größere Ambitionen antreten. Doch gerade für jene Fahrer, die im Rennen um die Gesamterfolge bei den großen Rundfahrten chancenlos sind, bedeuten Erfolge bei den Eintagesrennen so etwas wie den Ritterschlag.

Dies gilt vor allem, wenn es bei den fünf „Monumenten des Radsports“ auf die besonders langen, traditionsbehafteten Strecken geht. Ob Mai- land-San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne- Lüttich oder die im Herbst ausgetragene Lombardei-Rundfahrt – kein Radprofi würde sich nicht gerne einen dieser Titel holen.

Neben diesen Klassikern hat sich mittlerweile auch eine Reihe weiterer Tagesfahrten in den Mittelpunkt des Interesses schieben können. Allen voran jene Wettbewerbe, die ausschließlich in Stadtgebieten auf vergleichsweise kurzen, gut überschaubaren Kursen ausgetragen werden. Die HEW-Cyclassics in Hamburg etwa, nur einige Tage nach dem Ende der Tour de France auf dem Wettkampfkalender, locken regelmäßig Hunderttausende an die Alster. Und das, obwohl das Rennen in der Hansestadt nur zur vierten und letzten Kategorie auf dem UCI Pro- Tour-Kalender gehört. Was Aufmerksamkeit erregt, wird auch bewertet – zumindest tagesaktuell gehören diese Veranstaltungen daher zum Standardprogramm für die Buchmacher.