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Charakteristische Merkmale und die Zufallsfaktoren – Fußballwetten Tipps

1. Zufallsfaktoren
Dass der Ball rund ist, ist eine Sache. Zum anderen gehört der Zufall zum Fußball. Ein Elfmeter, eine Schiedsrichter-Entscheidung oder eine schlecht aufgebaute Abseitsfalle können ein Spielergebnis entscheiden. Das schwächere Team gewinnt beim Fußball häufiger als bei jeder anderen Mannschaftssportart. Die Zufälligkeit beim Fußball ist zurückzuführen auf relativ wenige Torchancen. Jede Torchance ist eine eigene Spielchance. Die Chance ist gleich verteilt, ob sich der Ball im Netz befindet oder nicht. Die bessere Mannschaft erarbeitet mehr Torchancen. Sie muss diese Chancen aber auch erfolgreich umsetzen, sonst kann sie immer noch unglücklich verlieren.

2. Unentschieden
Es ist nicht klug, auf Unentschieden zu wetten, auch wenn viele Spiele ausgeglichen erscheinen. Systematisch auf Unentschieden zu wetten, ist auf Dauer eine schlechte Strategie. Überbewertete Quoten kommen vor, wenn der Buchmacher die Mannschaften über- oder unterbewertet. Es kann mit einer Wippe verglichen werden, bei der zu viel Gewicht auf einem Ende (die überbewertete Mannschaft) das andere Ende hochzieht und überbewertete Quoten für die Außenseiter zur Folge hat. Bei diesem Bild sind die Quoten für ein Unentschieden in der Mitte unserer Wippe und deshalb immer niedrig. Es gibt Ausnahmen von der Regel. Die letzte Runde in den Gruppenspielen der Champions League ist ein gutes Beispiel. Auf dieser Ebene spielen die Mannschaften nicht immer auf Sieg. Bayer Leverkusen spielte gegen Monaco im letzten Gruppenspiel des Jahres 1997.

Beide Mannschaften benötigten einen Punkt für einen Platz in der nächsten Runde. Keine Mannschaft war bereit, Risiken einzugehen. Das Spiel endete tatsächlich mit einem Unentschieden. Champions-League-Spiele sind häufig torarme Spiele. Das schwächere Team spielt oft defensiv, was die Chancen für ein Unentschieden erhöht. Zum Ende einer normalen Liga-Saison kann sich eine Situation einstellen, in der zwei Mannschaften eine dritte Mannschaft durch ein Unentschieden absteigen lassen können. Es ist immer ratsam, die Liga-Tabellen gründlich zu untersuchen und zu versuchen, den Motivationsgrad der verschiedenen Mannschaften zu bestimmen.

Manchmal bieten Buchmacher irrtümlich überbewertete Quoten an. In den Achtzigern boten australische Buchmacher Sportwetten an, die auf Unentschieden-Spiele ausgelegt waren. Der Wetter sollte zwei Unentschieden aus jeder europäischen Fußball-Liga bestimmen. Lag er richtig, erhielt er seinen Einsatz zehnfach zurück. Die italienische Serie A war in den Achtzigern eine extrem konkurrenzfähige und gleichmäßige Liga. Die Wahrscheinlichkeit für ein Unentschieden zwischen gleich starken Teams lag bei 40 Prozent. Das Wahrscheinlichkeitsverhältnis für zwei Unentschieden war somit 0,40 x 0,40 oder 0,16.
Die richtige Quote würde folglich errechnet werden als 1:0,16 oder 6,25.

Sportwetten boten deshalb hohe überbewertete Quoten von 10,00 an. Buchmacher schätzen die Chancen für zwei Teams manchmal völlig falsch ein. In diesem Fall ist es gut, auf ein Unentschieden oder einen Sieg für den Außenseiter zu setzen. Eine Strategie, die ausschließlich auf Unentschieden setzt, ist in jedem Fall zum Scheitern verurteilt. Die Verluste bei dieser Strategie sind geringer in Spielen, in denen die Heimmannschaft der Auswärtsmannschaft leicht überlegen ist. Die beste Möglichkeit, ein Unentschieden zu platzieren, bietet eine starke Auswärtsmannschaft. Der Heimvorteil kann bedeuten, dass beide Mannschaften relativ zufrieden sein werden mit einem einzigen Punkt. Das Auswärtsteam bekommt einen Punkt, während das Heimteam gegen einen starken Gegner gut gespielt hat.

Es gibt tatsächlich mehr Unentschieden-Spiele, als man erwarten würde. Spieler mögen lieber zwei Unentschieden als einen Sieg und eine Niederlage. Das ist auch nach der Durchsetzung der neuen Drei-Punkte- Regel immer noch der Fall. Das ideale Team sollte alles tun, um ein Unentschieden zu vermeiden. Aber die Psyche des Fußballspielers ändert sich nicht durch eine einfache Regeländerung. Ein Unentschieden ist nur dann eine große Enttäuschung für eine Mannschaft, wenn sie zu Hause spielt und dabei Favorit ist. Ein anderer Faktor für ein Unentschieden ist die Angst vor dem Risiko. Ein Fußballspieler steht unter ständigem Druck der Fans und der Medien. Niemand will unnötige Risiken eingehen, wenn ein Unentschieden in greifbarer Nähe liegt.

Die Spieler werden zum Spielende hin bei ausgeglichenem Torstand immer vorsichtiger und ein Unentschieden wird sehr wahrscheinlich. Der Buchmacher bietet in der Regel unterbewertete Quoten für Unentschieden an. Die Buchmacher vermeiden auf diesem Weg Risiko, denn ein Unentschieden ist oft eine beliebte Wettwahl. Aber wenn die Favoriten- Quoten verkürzt sind, dann sind die Außenseiter- Quoten entsprechend verlängert. Der Außenseiter stellt häufig ein gutes Wettangebot beim Fußball dar. Beim Eishockey sind die Chancen für ein Unentschieden geringer, also haben die Fehler des Buchmachers eine nicht so große Wirkung auf die Quoten wie beim Fußball. Was sollten wir bei Wahrscheinlichkeitsverhältnissen für Fußballmannschaften berücksichtigen? Welche Faktoren beeinflussen das Endergebnis eines Spiels? Was genau ist eine gute Fußballmannschaft? Was sollten wir berücksichtigen bei der Spielanalyse?