Quoten oder der Zulassungspreis auswählen – Sportwetten Strategien

Der Buchmacher bestimmt den Preis der Wetten, die er seinen Kunden anbietet. Er legt diese fest durch Schätzungen der Wahrscheinlichkeit verschiedener Ergebnisse und setzt dies in Quoten um. Während der Fußball Weltmeisterschaft 1998 schätzte ein Buchmacher eine Chance von 45 Prozent auf Brasiliens Gewinn des WM-Endspiels, eine Chance von 30 Prozent auf ein Unentschieden und schließlich eine Chance von 25 Prozent auf einen französischen Sieg. Diese Wahrscheinlichkeiten verhalten sich umgekehrt proportional nach Abzug seiner Kommission. Auf diese Weise bestimmt der Buchmacher seine Quoten, die er auf dem Wettmarkt anbieten kann.

Der Wetter kann das Angebot durch Quotenvergleich mit anderen Buchmachern beurteilen. Sind die Quoten attraktiv, dann wettet er. Unattraktive Quoten haben den gegenteiligen Effekt. Die Höhe der Quoten ist vom Standpunkt der Wetter der entscheidende Faktor. Wir werden versuchen, dies zu erläutern, indem wir eine hypothetische Münze werfen. Die Wahrscheinlichkeit für Kopf oder Zahl liegt bei 50 Prozent. Ein Buchmacher entscheidet dann, ein Spiel zu machen. Er möchte fünf Prozent des Wettumsatzes als Profit bekommen. Der Buchmacher wird deshalb eine Quote von 1,90 für beides anbieten – Kopf oder Zahl. Der Buchmacher hat in unserem Beispiel eine Gewinnspanne oder eine Kommission von fünf Prozent. Ein Buchmacher muss eine Quote von 1,80 anbieten, will er eine Gewinnspanne von zehn Prozent sichern.

Der Buchmacher bestimmt seine Quoten auf folgende Weise:
Der Buchmacher weiß, die Wahrscheinlichkeit für Kopf oder Zahl liegt bei 50 Prozent. Hat er zwei Wetter und einer davon ist bereit, zehn Einheiten auf Kopf zu wetten, während der andere entsprechend auf Zahl wettet, dann weiß er, er muss 19 Einheiten als Gewinn vom gesamten Umsatz (20 Einheiten) zahlen. Fällt Kopf, muss der Buchmacher 19 Einheiten (1,90 x 10 = 19) an den Wetter zahlen, der auf dieses bestimmte Ergebnis gewettet hat. Er würde natürlich exakt die gleiche Summe an den anderen Wetter zahlen, wenn Zahl fällt. Diese Organisation garantiert einen Profit von fünf Prozent oder eine Umsatzeinheit von 20 Einheiten. 1,80 in Quoten bedeutet, der Buchmacher zahlt 18 Einheiten des gesamten Umsatzes von 20 aus. Der Buchmacher sichert sich somit einen Profit von zehn Prozent.

Die Kommission des Buchmachers liegt bei fünf Prozent, beziehungsweise in unseren Beispielen bei zehn Prozent. Es ist wichtig zu beachten, dass die Kommission aus der Tasche des Wetters kommt. Ist der Wetter nicht in der Lage, die Gewinnspanne des Buchmachers zu seinem eigenen Vorteil zu wenden, dann verliert er die fünf oder zehn Prozent, je nach dem Sportereignis, an den Buchmacher. Der Wetter muss deshalb immer eine Vorstellung von der Gewinnspanne des Buchmachers haben. Man ermittelt die theoretische Gewinnausschüttung, indem man die Kommission des Buchmachers von 100 subtrahiert. Ist die angebotene Quote für das Werfen einer Münze 1,90, so liegt die Gewinnausschüttung bei 95 Prozent: 100 – 5 = 95
Eine Quote von 1,80 wird somit eine Gewinnausschüttung von 90 Prozent sichern.