Sportwetten beim Formel 1 weitere Hinweise

Wenn Sie auf Formel 1 wetten möchten haben wir folgende Dinge zu beachten: Rennen, Funktionsweise, Ablauf eines GP, Bewertung und Wetten

Saisonverlauf in der Regel von Mitte März bis Ende Oktober
Rennen 19 so genannte Große Preise, zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Buches in Bahrain, Malaysia, Australien, San Marino, Nürburgring (GP von Europa), Spanien, Monaco, Großbritannien, Kanada, USA, Frankreich, Hockenheimring (GP von Deutschland), Ungarn, Türkei, Italien, Belgien, China, Japan, Brasilien
Funktionsweise Jeder beteiligte Rennstall schickt zwei typ- und baugleiche Wagen ins Rennen deren Ergebnisse fließen in zwei Wertungen ein – in die Einzelwertung, über die letztlich der Weltmeister der Fahrer ermittelt wird und in die Konstrukteurswertung, über die sich am Ende der Saison die beste Mannschaft ermitteln lässt.
Ablauf eines GP Das Reglement wurde gerade in den letzten Jahren wiederholt geändert. Bei grober Betrachtung blieben aber zwei wesentliche Bestandteile unangetastet, die auch für den Wetter automatisch im Mittelpunkt stehen: die Qualifikation, in der die wichtigen Startplätze für das Rennen ausgefahren werden, und das Rennen selbst.
Bewertung Generell erhalten die acht Bestplatzierten eines jeden Rennens Punkte für die Weltmeisterschaftswertung.Dabei werden dem Sieger 10 Punkte zugesprochen, dem Zweitplatzierten 8 Punkte, dem Dritten 6 Punkte.
Ab Platz vier reduziert sich die Punktzahl jeweils um einen Punkt – bis hin zum Achtplatzierten, der noch einen der begehrten Zähler erhält.
Wetten Wetten auf die Startaufstellung, auf Sieger und Platzierte stehen im Mittelpunkt.

Formel 1-Spezifika oder: was man für eine Wette wissen sollte
Königsklasse hin oder her – wer einen Blick in das Angebot der Buchmacher wirft, der wird feststellen, dass auch die Formel 1 im Schatten des alles überstrahlenden Fußballs steht. Trotzdem ist der Sport der schnellen Renner längst in angemessener Breite im Angebot der Buchmacher vertreten. Und das kann Wettfreunden eigentlich nur recht sein, denn im Großen und Ganzen bietet die Formel 1 dem Wetter die vielleicht besten Chancen, aus dem Spiel mit den Quoten einen einigermaßen adäquaten Gewinn zu beziehen.

Was vorrangig genau mit der Tatsache zu tun hat, dass die Buchmacher dem Rennsport noch vergleichsweise geringe Anstrengungen widmen. So werden etwa für die einzelnen Fahrer von Rennen zu Rennen meist sehr einheitliche Quoten angeboten – spezifische Situation oder die Eigenheiten der jeweiligen Strecke bleiben dabei weitgehend unberücksichtigt, was aufmerksamen Wettern mit etwas Glück so manche Türe zum Gewinn öffnet. Wir werden Ihnen in diesem Sportwettenportal noch einige Flinweise geben, auf welche Faktoren Sie achten sollten, um mögliche Fehlbewertungen der Buchmacher zu erkennen. Doch gehen wir zunächst einmal darauf ein, welcher Wetttyp sich für eine Szene wie die Formel 1 anbietet. Dabei lässt sich feststellen, dass der Griff zur Langzeitwette nur sehr eingeschränkt zu empfehlen ist. Es ist nun einmal so, dass in einer Sportart, in der Forschung und Entwicklung bestimmende Faktoren sind, das Geld sehr wesentlich über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Wer es in besonderem Maße hat, der mischt im Kampf um den Titel mit, wer zu wenig hat, der fährt unweigerlich hinterher. Und weil sich auch die titelverdächtigen Rennställe in der Regel schon im Vorfeld auf eine interne Hackordnung festlegen, ist die WM auf nicht mehr als zwei bis drei Fahrer Beschränkt – in ungünstigen Zeiten vielleicht sogar nur auf einen einzigen Fahrer, wie der Fall von Michael Schumacher zeigt. Klare Favoriten aber werden natürlich auch in der Formel 1 von den Buchmachern mit sehr schlechten Quoten bedacht. Doch auf die besser bewerteten Außenseiter zu tippen, ist erfahrungsgemäß meist Geldverschwendung.
Keine Regelohne Ausnahme: Natürlich können sich auch in der Formel 1 die Kräfteverhältnisse von Zeit zu Zeit ändern. So wie 2005, als der bis dato dominierende Ferrari-Rennstall einen katastrophalen Einbruch erlitt. Wer hier schon zu Saisonbeginn erahnte, dass Renault die roten Renner aus Maranello auf dem Siegerpodest ablösen würde, der konnte durchaus mit einem Weltmeistertipp so manchen Euro abräumen. Doch ist es naturgemäß nicht ganz leicht, derart einschneidende Entwicklungen vorherzusehen.

Nach außen offen erkennbare Indizien sind vorrangig einmal die Transfers von Fahrern zwischen den verschiedenen Rennställen. Ein Pilot von der Qualität eines Michael Schumacher beispielsweise kann bei seinen Arbeitgebern auch ein überragendes technisches Verständnis mit einbringen – was bei der Entwicklung eines titeltauglichen Autos ein wesentlicher Faktor sein kann. Nach dem Ende der Saison 1995 etwa zog Schumacher als amtierender Weltmeister von Benetton-Renault zu Ferrari weiter und trug maßgeblich dazu bei, dass der italienische Traditionsstall nach langer Durststrecke wieder in den Kreis der Besten zurückkehrte. Mit drei Siegen brachte es Schumacher 1996 in der WM- Wertung schon einmal auf Platz drei – eine derartige Bilanz hatte man im Hause Ferrari 13 Jahre lang nicht mehr bejubeln dürfen.
Weit schwerer zu durchschauen sind da schon Veränderungen wie ein Wechsel im Führungspersonal der Entwickler. Doch auch ein verminderter Etat kann einen Rennstall im ungünstigsten Fall aus dem Kreis der Großen abstürzen lassen. Genauso übrigens wie jene Regeländerungen, mit denen die FIA von Zeit zu Zeit die technischen Vorteile hoch überlegener Teams zu durchbrechen sucht. Wer in solchen Fällen richtig spekuliert, der hat auch mit einer Langzeitwette durchaus Aussichten auf einen ansehnlichen Gewinn.

Und doch erscheinen Einzelwetten wie auf den Sieger eines einzelnen Rennens bei der Formel 1 als sehr viel aussichtsreichere Lösung denn so groß auch die Dominanz einzelner Teams oder Fahrer sein mag – die große Zahl der Rennen, die oftmals sehr unterschiedliche Machart der Kurse und nicht zuletzt die wechselnden äußeren Bedingungen machen Überraschungscoups früher oder später relativ wahrscheinlich. Beliebt sind in der Praxis auch Kombinationen aus Platzierungswetten wie etwa der Tipp auf die Top-3 eines Rennens. Wer sich an diese Möglichkeit heranwagt, der sollte allerdings die Eigenheiten der Kombinationswette nicht aus den Augen verlieren. Durch die Tatsache, dass alle in die Wette einbezogenen Tipps richtig sein müssen, sind die Gewinnchancen drastisch reduziert. Ein solches Risiko ist nur bei einer angemessenen Quote sinnvoll. Und die ist nur dann gegeben, wenn zumindest ein Außenseiter im Tipp enthalten ist. Sie müssen also vor dem entsprechenden Rennen erraten, welcher Favorit diesmal nicht seiner Rolle gerecht wird und welcher Außenseiter für ihn in die Bresche springen könnte.

Doch über welche Kriterien lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Durchhängers eines Favoriten oder der Überraschungsauftritt eines Außenseiters beziffern? Grundsätzlich muss man dabei feststellen, dass die wagemutigen Piloten selbst einen weit unbedeutenderen Faktor darstellen als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet. So ist etwa die sonst so wichtige Motivation am Steuer der schweren Boliden eher vernachlässigbar. Natürlich gibt es bessere und schwächere Fahrer im Feld, doch unter dem Strich sind es allenfalls Nuancen, um die sich die Protagonisten der WM unterscheiden.

Natürlich kann einem Piloten auch eine persönliche Krise zu schaffen machen, und es kann sein, dass ein bereits als Weltmeister feststehender Fahrer in den letzten Saisonauftritten nicht mehr die Grenzen auslotet wie er das vielleicht zuvor getan hat. Doch das sind Einzelfälle – im fahrerischen Alltag treten die Unterschiede oft erst unter Extrembedingungen zu Tage. Allen voran bei kritischen Wetterlagen wie starkem Regen. Mit dem erhöhten Unfallrisiko vor Augen reduziert manch
ein Fahrer Geschwindigkeit und Einsatz um einige Prozent, andere bleiben der gewohnten Fahrweise treu. Michael Schumacher beispielsweise hat sich in seiner langen Karriere den Ruf eines ausgemachten Experten für Regenrennen erworben.

Ganz gleich ob er nun im vermeintlich besten Auto seiner Zeit wie dem Ferrari saß oder in einem benachteiligten wie dem Benetton-Renault – wenn reichlich Wasser vom Himmel fiel, war der deutsche Vorzeigefahrer regelmäßig in der absoluten Spitze eines Klassements zu finden. Wobei die Regentauglichkeit eines Fahrers auch mit dessen Reifenwahl zu tun hat. Vorsichtige Fahrer werden auf nasser Fahrbahn zum Regenreifen oder zumindest zur Mischform Intermediate-Reifen greifen. Risikofreudige Fahrer dagegen setzen gerade bei Aussicht auf Wetterbesserung auf die profillosen Slicks und holen sich so mit etwas Glück einen erheblichen Zeitvorteil.
Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die jeweilige Renntaktik, die die Fahrer üblicherweise aber nicht alleine sondern in enger Zusammenarbeit mit der Teamleitung austüfteln. Mit wie viel Sprit wird in ein Rennen gestartet, wie viele Boxenstopps werden eingeplant – es sind vermeintlich kleine Details, die beim Kampf um Zehntelsekunden, um Sieg oder Niederlage eine große Wirkung haben können. Am größten sind die Unterschiede jedoch abseits der Strecke. Dann nämlich, wenn es um die technischen Fähigkeiten eines jeden Fahrers geht. Technisch außergewöhnlich beschlagene Piloten können bei der Entwicklung eines siegtauglichen Wagens durchaus zum Zünglein an der Waage werden.

Wobei es jeweils natürlich auch den umgekehrten Fall gibt. Trotz der in vielerlei Hinsicht besonderen Befähigungen bleiben Fahrer auch Menschen, und Menschen unterlaufen zwangsläufig Fehler. Gerade junge und unerfahrene Männer machen sich bisweilen durch unnötige Schnitzer am Steuer so manch besseres Ergebnis zunichte. Trotz allem beziffern Experten den menschlichen Beitrag zum Ergebnis eines Rennens oder gar der Weltmeisterschaft – die Leistung des Betreuungspersonals während eines Rennens inklusive – nicht höher als etwa 25 Prozent.

Die restlichen 75 Prozent entfallen demnach auf die Maschine. Leicht zu erraten, dass die individuelle Leistung dabei eine zentrale Rolle spielt. Ein Auto mit einer schwächeren Beschleunigung und einer geringeren Spitzengeschwindigkeit wird gewiss nur in Ausnahmefällen mit der stärkeren Konkurrenz Schritt halten können. Wobei es natürlich längst nicht nur um die blanke Leistung geht. Die schweren Maschinen müssen vor allem auf den fahrtechnisch anspruchsvollen Kursen möglichst manövrierfähig sein. Abgesehen von der Zuverlässigkeit eines Autos – denn Ausfälle kosten wertvolle WM-Punkte – war diese Manövrierfähigkeit oftmals der entscheidende Faktor. Bevor Schumacher auf Ferrari die Konkurrenz klar dominierte, standen die roten Flitzer aus Italien oft im Schatten der deutlich stärkeren Boliden aus dem Hause McLaren-Mercedes, die sich meist vergleichsweise leicht durch setzten.

Für ein einzelnes Rennen kann es sich durchaus lohnen, die technischen Daten der verschiedenen Fahrzeuge kritisch zu vergleichen denn wie in den vorangegangenen Absätzen bereits angeklungen ist, stellen die jeweiligen Kurse ja durchaus unterschiedliche Anforderungen an Mensch und Material. Auf Hochgeschwindigkeitskursen wie in Hockenheim oder Silverstone sind besonders leistungsstarke Fahrzeuge im Vorteil, auf fahrtechnisch anspruchsvollen Strecken wie in Monte Carlo dagegen wendigere Wagen.

Ein Faktor mit oft wechselndem Einfluss sind dagegen die Reifen. So sind bislang in der Formel 1 mit Michelin und Bridgestone zwei Ausrüster aktiv, die die verschiedenen Teams mit ihren Produkten bestücken. Trotz aller Entwicklungsarbeit und den entsprechend umfassenden Tests haben beide Firmen nicht immer die tauglichste Wahl getroffen.

Über die Saison 2005 hinweg etwa bedeuteten die Reifen aus dem Hause Michelin einen merklichen Wettbewerbsvorteil dennoch dürfte der französische Reifengigant diese Saison kaum als großen Erfolg verbucht haben denn noch im gleichen Jahr war Michelin in einen der größten Skandale der Formel 1 verwickelt. Vor dem Großen Preis der USA auf dem superschnellen Kurs in Indianapolis wurden Michelin-Reifen bei besonders hohen Geschwindigkeiten als Sicherheitsrisiko erkannt. Ein kurzfristiges Umsteigen auf die Konkurrenzprodukte kam auf Grund vertraglicher Bindungen natürlich nicht in Frage, und eine „Entschärfung“ der Strecke fand nicht die geforderte Zustimmung aller Teams. So wurde das Rennen letztlich nur unter der Beteiligung der von Bridgestone ausgerüsteten Rennställe ausgetragen. Wer hier
aus nationaler Verbundenheit oder aus weiser Voraussicht auf den bis dahin heillos hinterher fahrenden Michael Schumacher und/oder Ferrari getippt hatte, der konnte sich mit einem schönen Gewinn für das sportlich wenig attraktive Rennen trösten.

Natürlich gilt auch im Zusammenhang mit der Formel 1 der Grundsatz, dass das eigene Urteil stets das Verlässlichste ist. Wobei es gerade für die nicht im Fach aktiven Wetter kaum möglich ist, jeden der genannten Faktoren kompetent selbst zu beurteilen. Aber das ist auch gar nicht notwendig. Scheuen Sie nicht davor zurück, die einschlägigen Medien als Recherchehilfen zu nutzen. Die wesentlichen Veränderungen werden Sie der gängigen Tagespresse entnehmen können, wo eine publikumsträchtige Sparte wie die Formel 1 traditionell einigen Raum einnimmt. Noch verlässlicher, weil fachlich korrekter und unabhängiger, sind jedoch die vielen Fachmagazine, die mittlerweile im Zeitschriftenhandel erhältlich sind. Und nicht nur dort – auch das Internet hat längst eine Vielzahl hochwertiger Seiten und Magazine zu bieten.

Ob auf fltotal*com,formell*de oder auf der offiziellen Seite formulal*com – mit etwas Geduld werden Sie in den Tiefen des World Wide Web bei Ihrer Suche nach den passenden Hintergrundinformationen ganz gewiss fündig.