Home » Sportwetten » Eishockey Wetten » Sportwetten bei Eishockey – Angebote

Sportwetten bei Eishockey – Angebote

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da wurde der schnellen Sportart auf dem Eis ein schleichendes Aus prophezeit. Die deutsche Nationalmannschaft dümpelte international in der absoluten Bedeutungslosigkeit In der heimischen Liga gaben sich Jahr für Jahr neue ausländische Kräfte die Klinke in die Hand. Wenn bei einem Team der Erfolg ausblieb, dann wurde es eben komplett ausgetauscht. Die Fans taten sich zunehmend schwerer, sich mit ihrem Team zu identifizieren – die Ränge blieben immer öfter leer. Doch wer auf das schleichende Ausbluten wartete, der sah sich getäuscht. Gerade rechtzeitig leiteten die Klubs in Sachen Personal die Trendwende ein und schenkten wieder mehr einheimischen Kräften das Vertrauen. Und landauf, landab verlagerte sich das Geschehen in modernste Multifunktionshallen. Ob in Köln, Hamburg, Mannheim oder Nürnberg – aus traditionellen Spielen wurden auf diese Weise ausgemachte Eishockey-Events. Und zwar so erfolgreich, dass die Sportart, der noch vor kurzem der schleichende Tod bevorstand, heute eine echte Boom Erscheinung ist.

Eishockey – die Struktur
Was macht es da schon, dass Eishockey eine Sportart ist, die sich ihrer Art wegen für manch eine Nation schon fast von selbst ausschließt? Nichts macht das, weil Eishockey in seinen Kernländern umso intensiver betrieben wird, wenn auch vergleichsweise stark auf die kühleren Jahreszeiten begrenzt. So nehmen Europas Kufen Flitzer in der Regel im September ihren Spielbetrieb auf und küren bereits im April ihre neuen Meister. Anders als im Fußball machen hier übrigens auch die Nationalteams keine echte Ausnahme. Zwar ermitteln die weitbesten Auswahlteams sogar jährlich ihren Champion, doch die Welttitelkämpfe werden kompakt – meist von Ende April bis Mitte Mai – unmittelbar nach dem Saisonende in Europa über die Bühne gebracht. Nur gut zwei Wochen, dann steht er fest, der neue Weltmeister. Und es besteht noch ein Gegensatz zum Fußball: Dem Weltturnier der Eishockey-Profis geht kein zweijähriger Qualifikations-Marathon voran.

Der Weltverband UHF hat seine Meisterschaften stattdessen – die vergleichsweise kleine Zahl der Meldungen macht es möglich – in vier Stufen organisiert. In der obersten Stufe kämpfen die 16 aktuell besten Teams der Welt um den WM-Pokal. Um das System beweglich zu halten, müssen nach jedem Turnier zwei Mannschaften in die Zweitklassigkeit absteigen.

Ein Schicksal, das 2005 auch der deutschen Auswahl wieder einmal nicht erspart blieb – um 2006 in Lettland wieder im Kreis der Besten mitzumischen, musste das Team von Bundestrainer Uwe Krupp in Frankreich in der so genannten Weltgruppe EINS antreten und sich statt mit Gegnern wie Kanada, USA oder Tschechien mit Kontrahenten wie Israel, Frankreich oder Ungarn messen. Doch der Weg zurück in die A-WM ist auch gegen vergleichsweise namenlose Konkurrenz alles andere als einfach, denn die inzwischen zur Weltgruppe EINS umgetaufte B-Weltmeisterschaft wird in zwei Gruppen ausgetragen, und nur der Turniersieger steigt auf.
Je weiter man sich ton den Spitzenligen entfernt, umso exotischer werden die Namen, die sich da um den Vorstoß in die beachteten Regionen streiten. In der vierten und tiefsten Liga des Welteishockeys maßen beispielsweise 2006 Länder wie Island, Armenien, Irland, Luxemburg oder die Türkei ihre Kräfte.

Bei den Wettanbietern indes steht naturgemäß nur das A-Turnier umfangreicher im Angebot. Nur in jenen Zeiten, in denen die deutsche Auswahl wegen Erfolglosigkeit den öffentlichen Fokus auf die zweite Liga der Eishockey-Welt lenkt, erscheint auch das B-Turnier in angemessenem Umfang im Angebot der Wettanbieter. Ganz anders sieht es natürlich mit dem wahren Highlight für Eishockey-Nationalteams aus:

Das Eishockey-Turnier im Rahmen der alle vier Jahre ausgetragenen Olympischen Spiele ist traditionell ein ausgemachter Publikumsmagnet und findet dementsprechend auch bei den Buchmachern in ganz erheblichem Maße Beachtung. Auch wenn es die internationalen Funktionäre nicht gerne hören – das olympische Eishockey-Turnier stellt alle anderen Auftritte internationaler Kufen Cracks in den Schatten. Es ist nun mal nicht so wie beim Fußball, wo der Einsatz unter den fünf Ringen als Attraktion für Nachwuchsteams genutzt wird. Für das olympische Turnier, bei dem nur die acht besten Teams der Welt automatisch einen Startplatz sicher haben, unterbricht seit den Spielen von Nagano 1998 selbst die NHL, die später noch ein wenig näher behandelte beste Liga der Welt, ihren Spielbetrieb, so dass die Besten der Besten um Gold, Silber und Bronze streiten können. 1998 versprühten die Eishockey-Cracks zwar noch nicht ganz den erhofften Glanz. Das Treffen von 2002 in Salt Lake City dagegen brachte nicht nur ausgemachte Fans ins Schwärmen – zumal es im Kampf um Gold zum erhofften Showdown zwischen Gastgeber USA und Kanada kam.

Das entsprechend umfangreiche Programm der Buchmacher ist freilich selbst für eingefleischte Eishockey-Fans ein schwieriges Pflaster denn durch die Saisonunterbrechung der amerikanischen NHL, in der die besten Spieler der Welt ihre Verträge haben, stehen allen Eishockey- Nationen ihre jeweiligen Superstars für die Olympiade zur Verfügung. Zumindest sechs verschiedene Nationalteams bewegen sich damit faktisch auf Augenhöhe: USA, Kanada, Russland, Tschechien, Schweden, Finnland. Ob sich jedoch eines dieser Teams durchsetzt oder die zu den Größten aufgeschlossene Slowakei, das hängt meist von vielen Kleinigkeiten ab, die sich im Turnierverlauf ergeben. Was trotz aller verlockenden Breite des Angebots gerade Langzeittipps wie auf den kommenden Olympiasieger zu einer ziemlich kniffligen Angelegenheit werden lässt.

In dieser Hinsicht sieht es bei den meist ähnlich gut im Angebot vertretenen Weltmeisterschaften zumindest ein bisschen besser aus denn für den recht inflationär im Jahresrhythmus stattfindenden Kampf um die WM-Krone unterbricht die NHL ihren Spielbetrieb nicht. Die teilnehmenden Nationen müssen daher wahlweise auf die in der Heimat tätigen Akteure zurückgreifen oder auf jene, die bei einem der bereits aus der NHL ausgeschiedenen Teams unter Vertrag stehen. Ein kritischer Blick auf die nominierten Kader kann dem Wetter wesentliche Aufschlüsse geben. Dazu allerdings muss man bisweilen einen ziemlich langen Atem beweisen, denn die beteiligten Verbände müssen erst einen Tag vor Turnierbeginn ihren Kader benennen und können dabei sogar noch Raum für eventuelle Nachrücker im Turnierverlauf lassen.

In der Regel lässt sich jedoch feststellen, dass die Teams aus Nordamerika bei den Weltmeisterschaften eher auf eine zweite Garde zurückgreifen, manch ein europäischer Verband setzt dagegen verstärkt auf Kräfte aus der heimischen Liga. Einzig die WM-Gastgeber holen ziemlich verlässlich die besten Spieler an Bord, die für den WM-Zeitraum zu haben sind. Dass das nicht immer eine Erfolgsgarantie ist, haben beispielsweise bei der Weltmeisterschaft 2004 in Prag die tschechischen Eishockey-Profis feststellen müssen, die als haushoher Titelfavorit schon im Viertelfinale die Segel streichen mussten. Doch zu dieser Thematik später noch ein wenig mehr. Alles in allem werden im Eishockey auf der Länderspielebene schon allein wegen der im Vergleich zum Fußball kurzen Dauer der Turniere vergleichsweise geringe Wettumsätze getätigt der Schwerpunkt liegt hier in hohem Maße auf den Klubwettbewerben. Wobei hier fast ausschließlich die nationale Ebene gemeint ist.

Zwar werden zumindest in Europa auch im Eishockey seit jeher internationale Turniere ausgespielt, doch was immer sich die Funktionäre auch einfallen ließen – bei Spielern, Vereinen und Fans brachten es Wettbewerbe wie der Europacup der Landesmeister, die EuropaLiga oder auch der Continental Cup nie zu echter Anerkennung. Schon eher das Schweizer Traditionsturnier Spengler Cup, das jährlich kurz vor dem Jahreswechsel in Davos über die Bühne gebracht wird. Doch dieses Kräftemessen, zu dem üblicherweise auch der amtierende deutsche Meister eingeladen wird, dauert nur fünf Tage und ist mangels Medienpräsenz für die Buchmacher kein nennenswerter Faktor.
Da sieht es mit dem nationalen Ligabetrieb schon ganz anders aus. Es ist schließlich kein Zufall, dass mit Interwetten ein Wettunternehmen zu den vorrangigen Geldgebern der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gehört. Kein Zufall natürlich, dass auch die Klubs selbst fast allesamt von Wettanbietern gesponsert werden. Soweit auch immer die Nationalmannschaft hinter den Besten der Welt herhinken mag – das nationale Profi-Eishockey boomt. Selbst in vergleichsweise warmen Jahreszeiten – die Saison beginnt wie erwähnt im September – melden Topklubs wie die Kölner Haie oder die Hamburg Freezers Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich. Und was populär ist, wird auch reich bewettet. Dabei ist der Ligabetrieb trotz der langen Spielpause zwischen April und September ein gefundenes Fressen für leidenschaftliche Wetter.

Denn so kurz eine DEL-Spielzeit sein mag, so intensiv ist sie auch. Schließlich messen die 14 Erstligisten nach derzeit gültigem Modus ja zunächst in einer Doppelrunde ihre Kräfte. Vier Spiele haben alle Teams also gegeneinander zu bestreiten – das ergibt ein Marathonprogramm von 52 Spieltagen, die die deutschen Profiklubs alleine in der Vorrunde zu bestreiten haben, was dem Fan und Wettfreund freitags und sonntags, bisweilen auch dienstags, Eishockeyerlebnis pur beschert. Und die Vorrunde ist in Eishockeyligen traditionell nur eine Art Vorprogramm für den wahren Titelentscheid. Über Meister und Platzierte entscheiden die Playoffs. In der so genannten fünften Jahreszeit treffen in Deutschland die besten acht Teams der Vorrunde aufeinander. Das Team auf Platz eins misst seine Kräfte mit dem Achtplatzierten, Platz zwei trifft auf Rang sieben und so weiter – wobei das jeweils besser platzierte Team zunächst Heimrecht hat.

Die Playoff-Runden funktionieren nach dem K.O.-System. Allerdings bedeutet eine einzelne Niederlage noch längst nicht das Aus. So kreuzen die beteiligten Mannschaften im Viertelfinale sogar bis zu sieben Mal die Klingen, bis ein Team eben die geforderten vier Siege auf dem Konto hat. Halbfinale und Finale werden in der Deutschen Eishockey Liga seit jeher nach dem Modus „Best of five“ ausgespielt. Hier reichen also bereits drei Siege zum Vorstoß in die nächste Runde beziehungsweise zum Titel. Und spätestens diese Partien stehen in der Prioritätenliste der Buchmacher weit oben. Im Gegensatz übrigens zum DEB-Pokal, der seit kurzer Zeit wieder auf dem Wettbewerbsprogramm steht der parallel zur Saison ausgetragene „kleine“ nationale Wettbewerb hat es noch in keiner Hinsicht zur großen Anerkennung gebracht.
Doch natürlich müssen sich Wettfreunde nicht alleine mit den Auftritten deutscher Teams bescheiden. So hat das Gros der Wettanbieter längst auch im Eishockey manch eine internationale Liga zu bieten. Wobei das Angebot nicht annähernd so weit in die Tiefe geht wie etwa beim Fußball. Nach Spielklassen vermeintlicher Exoten sucht man bislang jedoch vergebens: Im Mittelpunkt stehen die Topnationen. Auf europäischer Ebene sind das Ligen wie in Russland, Schweden, Finnland oder Tschechien – vielleicht auch jene aus der Schweiz und Österreich. Wobei diese europäischen Ligen auf Grund des Spielplans, der dem der DEL sehr ähnlich ist, für Sportwetten nicht viel mehr als eine Alternative oder Ergänzung sind.

Wer nach Möglichkeit täglich sein Geld auf Eishockey verwetten will, der richtet seine Aufmerksamkeit früher oder später zwangsläufig nach Nordamerika. Die nordamerikanische Profiliga weicht mit einem Zeitrahmen von Oktober bis Juni zwar nur unwesentlich von ihren Pendants auf dem alten Kontinent ab. Dafür bekommen die 30 Mannschaften, die sich Jahr für Jahr um den Stanley Cup streiten, alleine ein Vorrundenprogramm von stolzen 82 Partien vorgesetzt. Und die werden von der Ligen Verwaltung ganz gezielt so angesetzt, dass faktisch an jedem einzelnen Tag Eishockey in den gigantischen Arenen oder auf dem Bildschirm zu verfolgen ist.
Und wie in Deutschland, so wird auch im Sammelbecken der Superstars, das sicher nicht zu Unrecht als „beste Liga der Welt“ bezeichnet wird, der Meister über eine Playoff-Runde ermittelt. Und hierbei ist für Spieler, Fans und nicht zuletzt auch Wetter ein volles Programm angesagt denn die insgesamt vier Playoff-Runden werden allesamt nach dem Modus „best of seven“ ausgetragen der nordamerikanische Meister hat zu guter Letzt also im Extremfall 110 Saisonspiele in den Beinen.