Wichtige Begriffe im Texas Holdem Poker lernen

Add-on: Zusatzkauf von Chips im Turnier (meist in der ersten Pause)

Aktion: Einsätze in einem Spiel

All in: Der Ausdruck beschreibt, wenn ein Spieler sein komplettes Tischkapital in den Pot setzt.

Bad Beats: Die falsche Karte zur falschen Zeit z.B: wenn durch den river das schlechte Blatt eines Gegners zum Gewinnerblatt wird.

Basistheorie: Die Gedanken und Ideen, wie Poker gespielt werden sollte.

Bauchschuss: Ein Straßenansatz mit einer Lücke, z.B. 6-7-9-10 (es fehlt die 8)

Big Slick: Slangausdruck für die Startkarten Ass und König

Blinds: Zwangseinsätze, die von den unmittelbar im Uhrzeigersinn nach dem Dealerbutton sitzenden Spielern gemacht werden müssen. Der erste links vom Button ist der Small Blind, der zweite der Big Blind

Bluff: So setzen oder sich so verhalten, dass andere Spieler denken, man hätte ein anderes Blatt, als tatsächlich vorhanden. Üblicherweise wird geblufft, damit andere aussteigen.

Board: Die fünf offenen Gemeinschaftskarten einer Hold’em-Hand
Eine Karte brennen: Die oberste Karte vom Stapel nehmen und weglegen, bevor Gemeinschaftskarten aufgedeckt werden

Broadway: Die höchstmögliche Straße, bestehend aus 10-J-Q-K-A Buy-in: Startgeld in einem Turnier

Check: Das Recht zur Eröffnung an den nächsten Spieler weitergeben

Checkraise: Wenn ein Spieler checkt, in der Hoffnung, ein Gegner wird nach ihm setzen, damit er dessen Einsatz nochmals erhöhen kann

Dealer: Der Kartengeber in einem professionellen Pokerclub

Dealerbutton: Eine weiße Markierungsscheibe, die in professionellen Kartenclubs und Casinos den hypothetischen Geberpunkt markiert. Der Spieler auf dem Button spricht in einer Wettrunde als letzter. Der Button wandert nach jedem Spiel um eine Position im Uhrzeigersinn weiter.

Doppelter Bauchschuss: Ein Straßenansatz mit zwei Lücken, der auf zwei Weisen komplettiert werden kann. Zum Beispiel kann aus 10-5 und einem Board von Q-9-8-7 mit einer 6 oder einem Buben eine Straße werden. Hat die gleiche Wahrscheinlichkeit wie ein Straightansatz, der oben und unten offen ist.

Fifth Street: siehe River

Floorman: Der Vorgesetzte aller Dealer in einem professionellen Kartenclub. An ihn wenden Sie sich bei Streitfällen, die der Dealer nicht schlichten kann. Wenn Sie zu lange vom Tisch abwesend bleiben, verwahrt der Floorman Ihre Chips.

Flop: Die ersten drei (simultan ausgeteilten) Gemeinschaftskarten

Fourth Street: siehe Turn

Freeroll: Ein Turnier ohne Startgeld (meist eine Werbemaßnahme). Etwas seltener tritt der Begriff auf, wenn zwei Spieler identische Blätter haben, einer aber noch Verbesserungsmöglichkeiten hat (z.B. A(Karo) K(Karo) gegen A(Kreuz) K(Herz) bei einem Board von 10(Karo) J(Karo) Q(Kreuz).

Gemeinschaftskarten: Karten in der Tischmitte, die jeder Spieler nutzen kann, um (gedanklich) seine Holecards zu ergänzen.

Gleichfarbig: Karten von gleicher Farbe (Karo, nicht rot; Pik, nicht schwarz)

Godzilla: Japanisches Monster. Radioaktiv. Gutes Pokerface. Meist miese Laune

Hand: Die Karten, die ein Spieler in einer bestimmten Situation hält. Bezieht sich auch auf ein komplettes Spiel, bestehend aus Holecards, Flop, Turn und River.

Handkarten: siehe Holecards

Hauptpot: Das Geld, auf das alle aktiven Spieler im Gewinnfall Anspruch erheben können. Wenn ein Spieler all Avgeht, spielen die anderen weiter und zahlen in einen Sidepot.

Heads Up: Das Spiel Mann gegen Mann

Heiß laufen: siehe Tilt

Hinten liegen: (1) in einer laufenden Partie Kapital verloren haben. (2) wenn ein Blatt temporär schlechter ist, sich aber mit kommenden Karten noch verbessern kann

Holecards: Individuelle Karten eines Spielers

Implied Pot Odds: Das Verhältnis eines momentan erforderlichen Einsatzbetrages zum erwarteten Gesamtbetrag im Pot, wenn noch weitere Wettrunden anstehen

Kappen: Wenn die Maximalzahl an Erhöhungen in einer Wettrunde (meist drei oder vier) erreicht ist, darf nicht mehr weiter gesetzt werden. Wenn nur noch zwei Spieler gegeneinander spielen, gibt es keine Kappungsgrenze.

Kicker: Bei karte

Kiebitz: Leute, die an der Reling stehen und versuchen, das Pokerspiel zu beobachten

Limit: Einsatzgrenze, die exakt festgelegt ist und von der nicht abgewichen werden darf. Zum Beispiel bedeutet Limit 5 €/10 €, dass vor und auf dem Flop in festen Beträgen von 5 € gesetzt und erhöht werden muss, auf Turn und River dann in Portionen von 10 €. Locker, loose: Ein Spieler, der eine große Bandbreite von Startkarten spielt oder allgemein wild und aggressiv setzt, ist locker oder loose.

Mitgehen: Den Einsatz eines Spielers ausgleichen

Muck: (1 Verb) Karten wegwerfen, (2 Substantiv) die Gesamtheit der abgeworfenen Karten, der gebrannten und Restkarten des Pakets

Nebenpot: siehe Sidepot

No Limit: Eine Form der Wettbegrenzung, bei der ein Spieler jederzeit sein komplettes Tischkapital einsetzen kann

Nuts: Das beste denkbare Blatt in einer bestimmten Situation. Bei einem Board von 8(Pik) 9(Pik) A(Karo) A(Herz) J(Pik) hätte ein Spieler mit 10(Pik) und Q(Pik) die Nuts (Straight Flush). Was wäre das zweitbeste, was das drittbeste Blatt?

Out: Eine Karte, die ein Blatt in einer bestimmten Situation verbessert. Beispiel: Mit Holecards von 10-J und einem Board von 9-Q-4 ist auf Flop oder River mit einer 8 oder einem König ein Straight komplett. Daher gibt es in der vorliegenden Situation 8 Outs.

Overcards: Karten, die vom Rang her höher sind als andere, z.B. ist der König eine Overcard zur Dame.

Passen: Karten abwerfen und aussteigen Pocket Pair: Wenn die Handkarten ein Paar bilden Pot: Die Summe der Einsätze in der Tischmitte

Pot Odds: Das Verhältnis vom erforderlichen Einsatzbetrag zum Potbetrag. Wenn man beispielsweise 20 € in einen Pot von 100 € zahlen muss, sind die Pot Odds 5:1. Im Gewinnfall würden Sie das Fünffache Ihres Einsatzes bekommen.
Potenzielle Potquote: siehe Implied Pot Odds

Potquote: siehe Pot Odds

Rainbow: Verschiedenfarbige Karten im Flop, die Flush-Chancen drastisch reduzieren Raise: Den Einsatz eines anderen Spielers erhöhen

Rake: Ein kleiner Betrag, den das Casino oder der Kartenclub als Gebühr aus jedem Pot abzieht

Rebuy: In einem Turnier Chips nachkaufen Regenbogen: siehe Rainbow

Reling: Die Grenze eines abgesperrten Pokerbereichs, wo die Zuschauer stehen

River: Die fünfte Gemeinschaftskarte Rochambeau: Das alte Stein-Schere-Papier-Spiel

Satellite: Ein kleineres Turnier, dessen Sieger das Startgeld für ein größeres bekommt Schieben: siehe Check

Sehen: Wenn jemand den letztmöglichen Einsatz ausgleicht und damit der Showdown eingeleitet wird. Daher der Ausdruck: Ich will sehen!

Showdown: Aufdecken der Karten zur Bestimmung des Siegers, nachdem alle aktiven Spieler den gleichen Betrag im Pot haben

Sidepot: Wenn ein Spieler all in gegangen ist, andere aber noch weitere Beträge setzen, dann wird aus deren Einsätzen ein Sidepot gebildet, auf den der A/Z-m-Spieler keinen Anspruch hat.

Slowplay: Mit einem guten Blatt bewusst nicht stark anspielen, damit andere Spieler im Spiel bleiben und weiter zahlen

Spieltheorie: Mathematische Disziplin, die sich mit Entscheidungsprozessen in komplexen Situationen befasst. Spieltheoretische Ansätze lassen sich auf Pokersituationen anwenden.

Spread Limit: Eine Betragsspanne, innerhalb deren sich Einsätze bewegen dürfen. Bei einem Spread Limit von 10 € bis 50 € kann jeder (vernünftige) Betrag zwischen 10 und 50 € gesetzt werden. Erhöhungen müssen mindestens so hoch sein wie der vorherige Einsatz.

Stack: Die Gesamtheit der Chips, die ein Spieler vor sich hat
Stehlen (Blinds): Erhöhen, in der Hoffnung alle inklusive der Blinds werden aussteigen. Wird gewöhnlich nur aus hinterer Position gemacht.

Taxe: siehe Rake

Tight: Wenn jemand nur mit den besten Startblättern einsteigt und/oder sehr konservativ setzt

Tilt: Wenn jemand die Kontrolle über sein Spielverhalten verliert, weil er sich wegen eines oder mehrerer bad Beats ärgert

Totkaufen: Wenn man trotz Verbesserung durch eine oder mehrere Karten gegen ein anderes Blatt verliert

Turn: Die vierte Gemeinschaftskarte

Turnier: Pokerspiel, bei dem alle Startgelder in einen Preispool gehen. Jeder Spieler startet mit der gleichen Menge an Chips. Wer keine Chips mehr hat, muss das Turnier verlassen. Das Preisgeld wird an die besten (meist) zehn Prozent des Spielerfelds anhand eines vorgegebenen Schlüssels verteilt.

Under the Gun: Der unmittelbar links vom Big Blind sitzende Spieler

Verhalten spielen: siehe tight

Wettrunde: Die verschiedenen Aktionszeitpunkte in einer Hand: Es gibt im Holdem bis zu vier Wettrunden, eine nach dem Austeilen der Holecards, auf dem Flop, auf dem Ihm und auf dem River.

Wheel: Die kleinstmögliche Straight, bestehend aus A-2-3-4-5
World Series of Poker (WSOP): Das Top-Pokerturnier der Welt, zugleich das prestigeträchtigste. Findet einmal jährlich in Las Vegas statt, das Hauptturnier kostet 10.000 Dollar Startgeld. Der Gewinner des Hauptturniers wird von vielen als weitbester Pokerspieler des betref fenden Jahres betrachtet.

Zurückhaltend: siehe tight