Welche sind die Stärke-Indices und Heimvorteil – Sportwetten Strategien

Wenn der Quotenschreiber seine Quoten berechnen will, muss er sich fragen, welches Team oder welcher Athlet besser bzw. stärker ist. Dies ist ein wesentlicher Schritt beim Sportwetten. Die letzten Spielergebnisse sind in dieser Hinsicht kein ausreichender Indikator. Es ist beinahe genauso gefährlich, die Stärke-lndices allein auf die Liga-Tabellen zu stützen. Die eine Mannschaft ist vielleicht gegen bedeutend stärkere Gegner in den letzten Spielen nach oben gekommen. Einige unglücklich kassierte Tore können auch den Liga-Platz einer Mannschaft entscheidend beeinflussen. So genannte Stärke-lndices zeigen die relativen Teamstärken besser an. Quotenschreiber bestimmen Stärke-lndices für alle Liga-Mannschaften.

Auf diesem Weg vergleicht und beurteilt der Quotenschreiber die Stärken verschiedener Mannschaften und ihre Stärken im jeweiligen Vergleich miteinander. Man kann Stärke-lndices als mathematisch ausgedrückte Intuition bezeichnen. Ein Wetter urteilt über die relativen Stärken zweier Mannschaften, wenn er vorhersagt, Brasilien wird Frankreich im Weltcup schlagen. Im Gegensatz zum Amateur berechnet der Profi seine Voraussagen auf der Basis statistischer Informationen und nennt präzise Wahrscheinlichkeitsverhältnisse für die drei Alternativen (1-0-2). Das System der Stärke-lndices besteht bei Ballspielen aus einer imaginären Liga-Tabelle. Das bedeutet, Sie pflegen Ihre eigene Liga-Tabelle.

Sie schätzen zunächst, wie viele Punkte die Mannschaften während der Saison erhalten werden. Dies ist die Grundlage für Ihre Stärke- lndices. Diese Stärke-lndices werden nach jeder Liga- Runde aktualisiert. Steigende Indices werden immer zugleich sinkende Indices für das jeweilige gegnerische Team nach sich ziehen. Beim Fußball und einigen anderen Mannschaftssportarten erhält ein Team für einen Sieg drei Punkte und für ein Unentschieden einen Punkt zugesprochen. Es ist jedoch sinnvoller, wenn Sie Ihre Stärke-lndices auf dem alten System von zwei Punkten für einen Sieg und einem Punkt für ein Unentschieden aufbauen.

Beim neuen System stellt sich ein Ungleichgewicht ein. Die Anfangstabelle für die Stärke-Indices baut auf der letzten Liga-Tabelle der Saison auf. Der Wetter berücksichtigt Verletzungen sowie weitere Zufallsfaktoren und passt die Liga-Tabelle dementsprechend an. Spieler- Einkäufe und die Altersstruktur der Mannschaft sind ebenfalls wichtige Faktoren, junge Teams werden normalerweise besser, da die Spieler Erfahrung gewinnen und die Leistung steigt. Teams mit einem höheren Altersdurchschnitt sind normalerweise langsamer, in schlechterer Form und haben oft Motivationsmängel. Die Organisation und die finanzielle Grundlage der Mannschaft sollte auch in die Bestimmung der Stärke- Indices einfließen. Gute Gehälter, Prämien und eine stabile Organisation spiegeln sich normalerweise auf dem Spielfeld wider. Eine finanziell gesunde Organisation kann es sich zudem leisten, nach der Hälfte der Saison Verstärkung einzukaufen.

Der Heimvorteil
Es ist vernünftig, zwei Leistungseinschätzungen vorzunehmen: für Heimspiele und für Auswärtsspiele. Der Heimvorteil einer Mannschaft schwankt sehr, je nach dem Event und der Nationalität der Mannschaft. Schwache Auswärtsmannschaften können zu Hause so gut wie unschlagbar sein. Andere Mannschaften sind beständig und spielen gleich gut zu Hause und auswärts. Die Unterstützung des Heimpublikums belastet gewöhnlich das gegnerische Team. Das ist der Heimvorteil. Die Bedeutung des Vorteils hängt vom Heimpublikum und seiner Begeisterungsfähigkeit ab. Die Anreise des Auswärtsteams ist für den Heimvorteil unbedeutend.

Der Heimvorteil ist relativ unbedeutend trotz eines begeisterten Heimpublikums und längerer Anreise für das Auswärtsteam. Dies ist teilweise den geschickten Schiedsrichtern und der kritischen Beobachtung dieser Schiedsrichter durch ihren Verband zu verdanken. Eine gute Methode, den Heimvorteil zu gewichten, besteht darin, alle Heimpunkte durch die Punkte zu teilen, die bei allen Spielen gewonnen wurden. Zum Beispiel: Hat eine Mannschaft 30 Punkte zu Hause und 20 Punkte bei Auswärtsspielen gewonnen, errechnet sich der Heim- vorteil-lndikator:
30/(120+30)=0,60

Der Indikator variiert sehr in Abhängigkeit vom fraglichen Team und der Liga. Die meisten Teams im skandinavischen Fußball bekommen 55 Prozent ihrer Punkte zu Hause und 45 Prozent bei Auswärtsspielen. Man kann Stärke-lndices für Heimspiele ausarbeiten, die den Anteil der Heimpunkte zeigt. Man multipliziert die erwarteten Saisonpunkte mit dem zuvor genannten Indikator. Vergleichbare Stärke-lndices kann man auch für die Auswärtsspiele berechnen.