Die Technik des Wettens – von der Registrierung bis zum Gewinn

Wir haben Ihnen auf diesen Seiten ja schon einiges zum Ablauf einer Sportwette erzählt. Sie haben Hinweise zum persönlichen Fachgebiet bekommen, Sie wissen, wie man am besten an die erste Wette herangehen sollte, und Sie haben nun auch einen Überblick überausgewählte Anbieter, mit denen Sie ins Geschäft kommen können. Auf einige Stufen dieses Ablaufs, die Ihnen vielleicht unklar geblieben sind, wollen wir nun aber noch einmal ausführlicher eingehen.

Bürokratie oder Absicherung – die Registrierung
Es mag Ihnen bei der Vorstellung der in Deutschland aktiven Wettunternehmen aufgefallen sein. So verschieden das Gesicht der nationalen Lizenznehmer auch sein mag, in einem Punkt sind die Anbieter faktisch allesamt identisch: Am Beginn einer jeden Geschäftsbeziehung steht die mehr oder minder ausführliche Identifikation. Zumindest für denjenigen, der über das Internet sein Geld verwetten will – in den Wettbuden muss die Identität dagegen nur in Ausnahmefällen nachgewiesen werden.
Folgende Angaben sind bei der Anmeldung im Datenkanal des World Wide Web absoluter Standard:
■Geburtsdatum
■Anschrift
■E-Mail-Adresse

Manch einen mag bei derlei Dingen ein ungutes Gefühl beschleichen. Doch die Einforderung dieser Daten ist für den Buchmacher wie auch für den Kunden rechtliche Pflicht und eine Frage der Sicherheit zugleich denn nur mit einer ausreichenden Identifikation kann die Gefahr von Missbrauch durch Dritte zumindest gemindert werden. Was gleichermaßen natürlich auch für die zum Wetten nicht zugelassenen Minderjährigen gilt. Die Angabe der E-Mail-Adresse indes dient zumindest beim Online-Abschluss der künftigen Kommunikation zwischen Anbieter und Wetter. Über sie wird der Kunde über den Ausgang seiner Wetten informiert, über sie werben die Unternehmer aber auch für künftige Angebote.
Hinzu kommen bei Online-Anmeldungen jene Bestandteile, die immer dann üblich sind, wenn auf Internetseiten der Zugang reguliert werden soll:
■Benutzername
■Passwort
■Passwortbestätigung
■Persönliche Frage

Internetkommunikation ist anonyme Kommunikation, und so treten auch Online-Wetter auf den Seiten der entsprechenden Anbieter nicht mit ihren tatsächlichen Namen in Erscheinung. Wobei der Benutzername auf den Wettseiten eher als willkommene Alternative für die weit aufwändiger zu tippende E-Mail-Adresse gilt. Ein persönliches Passwort dient der Sicherheit von Anbieter und Kunde zugleich. Durch die unbedingt notwendige Eingabe des Passworts erhält der Anbieter vor Abschluss einer jeden Wette die Gewissheit, es wirklich mit dem unter diesem Benutzernamen geführten Kunden zu tun zu haben der Kunde wiederum schützt sein Wettkonto mit dem Passwort vor dem unberechtigten Zugriff durch Dritte.
Ein Passwort wird bei der Anmeldung üblicherweise schon bei der Eingabe verschlüsselt. Die dabei in Kauf zu nehmenden Tippfehler versuchen Anbieter durch die Passwortbestätigung zu vermeiden. Dabei muss der Nutzer lediglich das gewählte Passwort noch einmal eingeben. Trotz alledem können auch Passwörter einmal in Vergessenheit geraten, das liegt in der menschlichen Natur.
Da aus Sicherheitsgründen generell davon abzuraten ist, Passwörter schriftlich festzuhalten, haben die Anbieter üblicherweise ein Hintertürchen eingebaut, um langwierige Anrufe bei den verschiedenen Servicenummern zu vermeiden, und zwar in der Regel in Form einer persönlichen Frage. Manchmal werden dabei einige Fragen vorgegeben, beispielsweise nach dem „persönlichen Lieblingsverein“ In diesen Fällen ist die korrekte Antwort mgst das Schlüsselwort, das ein Nutzer braucht, um ein neues Passwort festlegen zu können. Andere Anbieter lassen den Nutzer auch die persönliche Frage selbst festlegen. In diesen Fällen ist nicht selten die Antwort selbst das gesuchte Passwort.

Bar auf den Tisch oder doch elektronisch? Die Zahlungswege
Es gibt allerdings auch bei noch so einfachen Vorgehensweisen kleine Fallstricke, über die sich trefflich stolpern lässt der vergessene Personalausweis zum Altersnachweis im Wettbüro, ein Tippfehler bei der Online-Anmeldung oder ein Passwort, das in Inhalt oder Länge nicht den Anforderungen des Anbieters entspricht. Wer diese Fallstricke aber überwunden hat, der stößt anschließend unweigerlich auf den Faktor Geld.
Denn um beim Buchmacher eine Wette abzuschließen, muss ein Wetter in jedem Fall in Vorleistung gehen. Nur wer zahlt, kann auch gewinnen. Aus praktischen Gründen müssen Wetter nach der Anmeldung bei einem Unternehmen gleich ein eigenes Wettkonto einrichten, auf dem das einzusetzende Kapital sowie die etwaigen Gewinne verwaltet werden.
Fürs Befüllen eines Wettkontos werden den Wettern heute alle erdenklichen Zahlungsmodalitäten geboten. Wer jedoch elektronischen Transaktionen nicht vertraut und die Zahlungen lieber bar abwickeln möchte, der hat realistisch gesehen keine andere Alternative als den Gang zum Wettbüro oder zu den Lotto-Annahmestellen des Staatsanbieters ODDSET. Wie wir im Einzelfall schon beschrieben hatten, bieten vereinzelte Online-Anbieter zwar auch den Zahlungsverkehr über Bargeld oder Verrechnungsscheck an. Durch die ausnahmslos postalische Abwicklung ist dieses Vorgehen in der Regel aber wenig praktikabel.
Für den bargeldlosen Zahlungsverkehr dagegen haben die Anbieter üblicherweise mehrere Alternativen bereitgestellt:
■Banküberweisung
■Kreditkarte
■Private Dienstleister
■Geldkarten Wettgutschein

Die gebräuchlichsten und verbreitetsten Varianten sind bislang die klassischen Wege per Banküberweisung oder Kreditkarte – wobei normalerweise alle gebräuchlichen Karten wie Visa Card, Master Card oder American Express anerkannt werden. Daneben erlangen aber auch einige andere Zahlungswege immer größere Beliebtheit, beispielsweise der Weg über private Zahlungsabwickler. Wer ein Konto bei einer Firma wie Moneybookers (moneybookers*com) einrichtet, der kann die nötigen Geldtransfers zum Wettanbieter per E-Mail vornehmen. Analog dazu können die finanziellen Transaktionen auch über Geldkarten wie die Paysafecard geregelt werden. Diese Karten sind beim Erwerb mit einem bestimmten Guthaben aufgeladen, das auf elektronischem Wege abgebaut werden kann.
Die von uns aufgeführten Wettgutscheine fallen hier natürlich aus dem Rahmen. Sie sind nicht mehr als Gutschriften, die über einen beigefügten Code einlösbar sind und mit denen manch ein Anbieter von Zeit zu Zeit um neue Kunden wirbt.
Weniger variabel ist üblicherweise der umgekehrte Weg der Gewinnauszahlung. Selbst in den Wettbuden oder Lotto-Annahmestellen können Gewinne nur in sehr begrenzter Höhe bar abgeholt werden – die Wettunternehmen regeln ihre Zahlungen per Banküberweisung.
Es liegt in der Hand des Kunden, welchem Zahlungsweg er am ehesten vertraut, um sein Wettkonto zu befüllen. Was die Konten selbst angeht, so haben sich die Anbieter allesamt als durchaus sehr zuverlässige Partner erwiesen. Aus nachvollziehbaren Gründen, denn Zuverlässigkeit und Solidität sind für Buchmacher die unbedingte Basis für das Geschäft und noch wichtiger als angemessene Quoten. Wer sich Pannen leistet, der wird sich kaum auf Dauer in der umkämpften Branche halten. Dies ist auch ein Grund dafür, warum die meisten Buchmacher vor die erste Auszahlung eines Gewinns die Legitimation durch ein amtliches Dokument*setzen.
Elektronische Einzahlungen auf das Wettkonto werden umgehend verbucht, und auch etwaige Gewinne werden normalerweise rund um die Uhr schon wenige Minuten nach dem Ende des bewerteten Ereignisses dem persönlichen Wettkonto gutgeschrieben. Wer Geld von seinem Wettkonto abschöpfen will, der sollte freilich die individuellen Bestimmungen des jeweiligen Anbieters berücksichtigen. Manche Buchmacher zahlen nur Beträge über 30 Euro aus, andere fordern schon nach der zweiten Transaktion Bankgebühren ein.