Die Poker-Psychologie und der Mason Malmuth – Einführung

Die Pokerbücher von Two Plus Two Publishing gelten gemeinhin als die besten. Aber im Verlauf der Jahre gab es immer wieder Kritik, wir würden den psychologischen Aspekt beim Poker nicht ausreichend berücksichtigen. Das stimmt natürlich nicht. Viele der in unseren Poker-Portale beschriebenen Taktiken basieren auf der psychologischen Wahrnehmung der Gegner. Zum Beispiel raten wir Ihnen gegen einen Kontrahenten, dessen psychologisches Profil darauf hindeutet, dass er sehr oft blufft, häufiger zu callen. Wir empfehlen auch, in Pots mit mehreren Gegnern marginale Hände zu raisen, um Overcalls auf jeden Fall zu verhindern. Die Psychologie spielt demnach bei dieser Entscheidung eine große Rolle – genauso wie bei vielen anderen Poker-Entscheidungen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels und sollte niemals außer Acht gelassen werden.

Es gibt jedoch einen Bereich, der in unseren Poker-Portale bis jetzt nicht angesprochen worden ist: die psychologischen Unterschiede. Anders gesagt, geht es darum, wie wir alle „ticken“ und warum wir alle etwas unterschiedlich ticken. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum einige Spieler extrem aggressiv und andere passiv agieren? Warum einige tight und andere loose spielen? Und haben Sie sich darüber hinaus jemals gefragt, warum Ihnen einige Taktiken natürlich Vorkommen, während der Sinn anderer wichtiger Taktiken sich Ihnen nicht erschließt?

In diesem Buch von Dr. Alan N. Schoonmaker werden viele dieser Fragen beantwortet. Darin wird der Erklärungsversuch unternommen, warum Sie am Pokertisch so spielen, wie Sie spielen, und welchen Antrieben Ihre Gegner bei ihren Entscheidungen unterliegen. Außerdem werden nicht nur strategische Anpassungen empfohlen, mit denen Sie Ihre Resultate gegen unterschiedliche Spielertypen verbessern, sondern auch persönliche Korrekturen, damit Sie besser spielen und noch mehr Freude beim Pokern haben. Ich glaube, dass dieses Buch in nicht allzu ferner Zeit als eines der wichtigsten Pokerbücher angesehen wird. Es ist dafür bestimmt, zusammen mit eher strategisch orientierten Poker-Portalen – insbesondere David Sklanskys The Theoryof Poker-studiert zu werden.

Dr. Schoonmaker erhebt nicht den Anspruch, ein Experte auf dem Gebiet der Pokertheorie oder -Strategie zu sein. Vielmehr stellt er ausdrücklich klar, dass er Psychologe und kein Strategieexperte ist. Anstatt Ratschläge zur Strategie zu geben, verweist er auf bestimmte Passagen aus unseren eigenen Poker-Portal, die Strategieratschläge vermitteln, die Sie brauchen (diese können sehr stark in Widerspruch zu solchen stehen, die andere Leser benötigen). Deshalb: Wenn Sie einer der vielen Anfänger oder noch unerfahrenen Pokerspieler sind, die noch nicht den „richtigen Durchblick“ am Pokertisch haben, ist dieses Buch genau das richtige für Sie.